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Manuelle Bodensauger für den Beckenboden
Zur Schwimmbadpflege gehört neben der Wasseraufbereitung die regelmäßige Reinigung des Beckenbodens von Schmutz. Was sich dort absetzt, ist mehr als ein optisches Problem: Feiner Sediment- und Schwebstoffschmutz bildet den Nährboden für Algen und Bakterien, zehrt beim Zerfall an der Desinfektionswirkung und trübt das Wasser. Die einfachste und zugleich gründlichste Methode, diesen Bodenschmutz zu entfernen, ist der manuelle Bodensauger. Er kommt ohne Elektronik aus, ist preiswert und erreicht auch Ecken und stark verschmutzte Stellen, an denen automatische Geräte an ihre Grenzen stoßen.
Der Bodensauger wird mit einem Schwimmschlauch an den Sauganschluss des Skimmers oder der Filteranlage angeschlossen und mit einer Teleskopstange über den Beckenboden geführt. Die Saugkraft erzeugt die ohnehin vorhandene Filterpumpe, sodass der gelöste Schmutz direkt in den Filterkreislauf oder über den Abwasserweg abgeführt wird. Damit genügend Sog entsteht, sollte die Filteranlage eine Förderleistung von mindestens 5 bis 6 m³/h haben. Durch die manuelle Handhabung lässt sich die Saugbürste gezielt führen und der Reinigungsdruck dort erhöhen, wo es nötig ist.
Auf dieser Seite erklären wir, wie ein manueller Bodensauger funktioniert, wie Sie ihn richtig anschließen und führen, welche Filtereinstellung wann sinnvoll ist und wie sich die manuelle Reinigung in das Gesamtkonzept der Poolpflege einfügt.
So funktioniert der manuelle Bodensauger
Der manuelle Bodensauger besteht aus einem flachen Saugkopf mit Bürstenrand oder Rollen, einem schwimmfähigen Saugschlauch und der Verbindung zur Teleskopstange. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Filterpumpe saugt Wasser durch den Saugkopf an, der über den Boden geführt wird, und nimmt dabei den abgelagerten Schmutz mit. Das verschmutzte Wasser durchläuft anschließend die Filteranlage, die die Feststoffe zurückhält, und gelangt gereinigt zurück ins Becken. Es entsteht also kein zusätzlicher Energieaufwand, denn die Reinigung nutzt den Umwälzkreislauf, der ohnehin in Betrieb ist.
Für den Anschluss gibt es zwei verbreitete Wege. Häufig wird der Schlauch über eine Saugplatte oder einen Adapter direkt im Skimmer auf den Sauganschluss gesetzt, sodass die gesamte Saugleistung der Pumpe über den Bodensauger läuft. Verfügt das Becken über einen separaten Sauganschluss in der Wand, wird der Schlauch dort angekoppelt. In beiden Fällen ist es wichtig, vor dem Reinigen sicherzustellen, dass die Pumpe Wasser fördert und nicht Luft zieht, da Luft im System die Saugleistung stark verringert.
Wie oft der Beckenboden abgesaugt werden sollte, hängt von Standort und Nutzung ab. In der Badesaison hat sich ein wöchentliches Intervall bewährt, nach starkem Wind, Gewitter oder Pollenflug auch häufiger. Wer früh und regelmäßig absaugt, verhindert, dass sich der Schmutz festsetzt und in Algenbewuchs übergeht, und hält den Aufwand pro Reinigung gering. Ein sauberer Boden entlastet zugleich die Filteranlage und stabilisiert die Wasserwerte.
Schritt für Schritt richtig saugen
Vor dem ersten Saugzug sollte der Schlauch vollständig mit Wasser gefüllt werden. Dazu hält man ihn so lange vor eine Einströmdüse, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, und verschließt dann das Ende, während man ihn an den Sauganschluss führt. Ein luftgefüllter Schlauch würde sonst Luft in die Pumpe ziehen und den Sog unterbrechen. Erst danach wird der Saugkopf langsam und gleichmäßig über den Boden bewegt.
Bewährt hat sich ein ruhiges Arbeiten in überlappenden Bahnen, ähnlich dem Staubsaugen eines Teppichs. Wer zu hastig zieht, wirbelt den feinen Schmutz nur auf, statt ihn aufzunehmen, und muss warten, bis sich die Trübung wieder gesetzt hat. Es empfiehlt sich, vor dem Saugen Wände und Boden mit der Schwimmbadbürste abzubürsten, damit festhaftende Beläge gelöst werden, und anschließend in Ruhe abzusaugen. Stark verschmutzte Ecken und der tiefste Punkt des Beckens werden zuletzt bearbeitet, weil sich dort der meiste Schmutz sammelt.
Bei der Filtereinstellung gilt: Für normalen Schmutz bleibt das Mehrwegeventil in der Filterstellung, sodass das Wasser über den Sandfilter zurück ins Becken läuft. Ist der Boden stark verschmutzt oder liegen sehr feine Partikel und Algen vor, wird das Ventil auf Entleeren beziehungsweise Abwasser gestellt. Dann läuft das abgesaugte Schmutzwasser direkt in den Kanal, ohne den Filter zu belasten oder feine Partikel durch das Filterbett zurück ins Becken zu spülen. In dieser Stellung sinkt der Wasserstand, weshalb während des Saugens frisches Wasser nachgespeist werden muss.
Manuell, automatisch oder Roboter
Der manuelle Bodensauger ist die kostengünstigste Lösung und hat seinen festen Platz auch dort, wo bereits automatische Technik vorhanden ist. Seine Stärke liegt in der gezielten Reinigung: Ecken, Treppen, hartnäckige Stellen und punktuelle Verschmutzungen nach einem Sturm lassen sich von Hand schneller und gründlicher beseitigen als mit einem Automaten. Sein Nachteil ist der Zeitaufwand, denn die Arbeit muss vollständig per Hand geleistet werden.
Automatische Boden- oder Saugreiniger sowie elektrische Poolroboter nehmen dem Betreiber diese Arbeit weitgehend ab und eignen sich besonders für große oder häufig genutzte Becken. In der Praxis ergänzen sich beide Welten: Ein Automat übernimmt die regelmäßige Grundreinigung, während der manuelle Bodensauger für die gründliche Nacharbeit und schwer zugängliche Bereiche bereitsteht. Die folgende Übersicht fasst die Eigenschaften der manuellen Lösung zusammen.
| Merkmal | Manueller Bodensauger |
|---|---|
| Antrieb | Saugkraft der vorhandenen Filterpumpe |
| Mindest-Förderleistung | etwa 5 bis 6 m³/h |
| Anschluss | Schwimmschlauch an Skimmer oder Sauganschluss |
| Führung | Teleskopstange, von Hand |
| Stärke | Ecken, Stufen, starke Verschmutzung |
| Aufwand | vollständig manuell, zeitintensiv |
Pflege und Tipps für die Praxis
Nach dem Absaugen sollte der Skimmerkorb beziehungsweise der Vorfilter der Pumpe kontrolliert und geleert werden, da sich dort der aufgenommene Grobschmutz sammelt. Wurde über die Filterstellung gesaugt, empfiehlt sich anschließend eine Rückspülung des Sandfilters, damit der eingetragene Schmutz das Filterbett nicht zusetzt. Der Saugschlauch wird nach Gebrauch entleert und trocken gelagert, damit sich keine Algen festsetzen und das Material geschont wird.
Damit die Saugleistung möglichst hoch bleibt, kann es helfen, während des Saugens über den Skimmer die übrigen Ansaugstellen wie den zweiten Skimmer oder den Bodenablauf zu drosseln. So konzentriert sich die gesamte Pumpenleistung auf den Bodensauger. Wählen Sie den Saugkopf passend zum Untergrund: Modelle mit Bürstenrand schonen empfindliche Folienbecken, während Ausführungen mit Rollen oder Gewicht auf glatten, gefliesten Böden besser am Grund bleiben. Gern beraten wir Sie bei FKB, welcher Bodensauger und welches Zubehör zu Ihrem Becken und Ihrer Filteranlage passen.
Reinigungszubehör
Teleskopstange, Schwimmschlauch, Kescher und Bürste bilden zusammen mit dem Bodensauger die komplette Grundausstattung zur Beckenpflege.
Automatische Reiniger
Für die regelmäßige Grundreinigung großer Becken nehmen automatische Reiniger und Poolroboter die Handarbeit ab.
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Fragen & Antworten: manuelle Bodensauger
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Was findet man in der Kategorie manuelle Bodensauger?
In der Kategorie manuelle Bodensauger finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Manuelle Bodensauger reinigen effektiv und flexibel den Beckenboden im Schwimmbad. -
Welche Vorteile bietet manuelle Bodensauger?
Der Nutzen von manuelle Bodensauger liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Welche Filtertechnik wird bei manuelle Bodensauger eingesetzt?
Der Bodensauger wird mit einem Schwimmschlauch an den Sauganschluß des Skimmers oder der Filteranlage angeschlossen und kann mit einem Teleskopstab über den Beckenboden geführt werden. -
Für wen ist manuelle Bodensauger besonders interessant?
Geeignet ist manuelle Bodensauger besonders für private und gewerbliche Anwender. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Platzangebot, technischer Ausstattung und Budget ab.