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Aufrollvorrichtung für Schwimmbadabdeckungen
Eine Aufrollvorrichtung nimmt die Solar- oder Thermoabdeckung Ihres Schwimmbeckens auf und macht das tägliche Abdecken zur Sache von wenigen Sekunden. Statt eine schwere, vom Wasser nasse Luftpolsterfolie von Hand über das Becken zu zerren und anschließend zusammenzufalten, wird die Folie über eine Aluminium-Rolle und eine Handkurbel gleichmäßig aufgewickelt. Das spart Kraft, schont die Folie und sorgt dafür, dass die Abdeckung tatsächlich jeden Abend genutzt wird. Genau darin liegt der eigentliche Wert: Eine Abdeckung wirkt nur, wenn sie auch geschlossen wird, und eine bequeme Bedienung entscheidet im Alltag darüber, ob das geschieht.
Aufgerollt wird in erster Linie die schwimmende Sommerabdeckung. Dazu zählen die klassische blaue Luftpolster- oder Solarfolie, die mit ihren Luftkammern auf der Wasseroberfläche aufliegt, sowie etwas stärkere Thermofolien. Diese Folien reduzieren die Verdunstung deutlich, halten die tagsüber gewonnene Sonnenwärme im Becken und verringern den Schmutzeintrag. Damit die Folie ihre Lebensdauer von mehreren Saisons erreicht, darf sie nicht dauerhaft zerknittert am Beckenrand liegen oder ungeschützt in der prallen Sonne ausgelegt sein. Eine Aufrollvorrichtung lagert die Folie schattig auf der Rolle und beugt so der vorzeitigen Versprödung durch UV-Strahlung vor.
Aufrollvorrichtungen gibt es in fest am Boden verschraubten und in mobilen, fahrbaren Ausführungen. Welche Variante passt, hängt von der Beckenbreite, vom verfügbaren Platz am Beckenrand und davon ab, ob die Rolle dauerhaft stehen bleiben oder zwischendurch verräumt werden soll. Im Folgenden finden Sie den technischen Aufbau, die wichtigsten Bauformen und konkrete Hinweise zur Auswahl und Pflege. Für die passende Folie und weitere Abdeckungsarten verweisen wir auf die verlinkten Themenseiten am Ende dieser Seite.
Aufbau und Komponenten einer Aufrollvorrichtung
Das Herzstück jeder Aufrollvorrichtung ist ein Wickelrohr aus eloxiertem Aluminium. Aluminium ist leicht, korrosionsbeständig gegen Chlor- und Salzwasseratmosphäre und behält über viele Jahre seine Form. Das Rohr ist als Teleskop ausgeführt: Mehrere ineinander geschobene Segmente lassen sich auf die jeweilige Beckenbreite einstellen und mit Klemm- oder Steckverbindungen fixieren. Dadurch deckt ein und dieselbe Vorrichtung einen Bereich verschiedener Beckenbreiten ab, was Lagerhaltung und Auswahl vereinfacht. Bei sehr breiten Becken kommen verstärkte Rohre oder Modelle mit zusätzlicher Mittelstütze zum Einsatz, damit sich das Rohr unter dem Gewicht der nassen Folie nicht durchbiegt.
Angetrieben wird das Rohr in der Regel über eine Handkurbel an der Stirnseite. Eine Umdrehung der Kurbel wickelt einen Streifen Folie auf, sodass auch ein langes Becken von einer einzigen Person bedient werden kann. Für größere oder häufig genutzte Becken sind motorische Antriebe verfügbar, die das Rohr per Knopfdruck drehen. Die Folie selbst wird mit Gurten, Clips oder Ösen am Wickelrohr befestigt. Diese Befestigungspunkte sollten gleichmäßig über die Folienbreite verteilt sein, damit die Folie faltenfrei und ohne einseitige Zugspannung aufläuft.
Für den sicheren Stand sorgt die Befestigung am Beckenrand. Fest installierte Vorrichtungen stehen auf Flanschfüßen, die mit dem Beckenumgang verschraubt werden, oft höhenverstellbar, um Unebenheiten des Untergrunds auszugleichen. Mobile Varianten ruhen auf Standfüßen, die wahlweise mit Rollen ausgestattet sind und ein Verschieben der kompletten Einheit erlauben. Ergänzend gibt es Wandbefestigungen für Becken, deren Umgang direkt an einer Mauer endet. Alle tragenden Verbindungselemente bestehen sinnvollerweise aus Edelstahl, da sie dauerhaft Feuchtigkeit und Spritzwasser ausgesetzt sind.
Bauformen: fest installiert oder mobil
Die fest verschraubte Aufrollvorrichtung ist die stabilste Lösung und für mittlere bis große Becken die erste Wahl. Sie steht immer einsatzbereit an ihrem Platz, nimmt die Folie sicher auf und hält auch breiten Bahnen stand. Der Nachteil liegt im festen Standort: Die Flanschfüße belegen dauerhaft einen Teil des Beckenrands, und für die Montage muss ein tragfähiger Untergrund vorhanden sein. Diese Variante eignet sich besonders für Neubauten, bei denen der Standort von Anfang an eingeplant wird.
Die mobile, fahrbare Vorrichtung lässt sich dagegen zur Seite rollen, wenn das Becken in voller Breite genutzt werden soll oder wenn am Beckenrand kein Platz für eine dauerhafte Installation ist. Sie ist die typische Nachrüstlösung für bestehende Pools, weil keine Bohrungen im Beckenumgang nötig sind. Im Gegenzug ist sie etwas weniger standfest und sollte bei Wind oder im Winter sicher abgestellt oder eingelagert werden. Eine Sonderform ist die reine Lager- oder Transportrolle, die nur zum Aufwickeln dient und anschließend abseits des Beckens verstaut wird.
Die richtige Aufrollvorrichtung auswählen
Maßgeblich für die Auswahl ist zuerst die Beckenbreite, denn das Teleskoprohr muss die Folie über die gesamte Breite spannungsfrei aufnehmen. Messen Sie die lichte Beckenbreite und wählen Sie ein Modell, dessen Einstellbereich Ihr Maß komfortabel einschließt, statt am oberen Anschlag zu arbeiten. Der zweite Punkt ist der Platz am Beckenrand: Eine feste Vorrichtung braucht einen ebenen, verschraubbaren Untergrund, eine mobile Variante ausreichend Bewegungsfläche und einen Abstellplatz. Drittens spielt das Folientyp eine Rolle. Schwere Thermofolien verlangen ein stabileres Rohr und gegebenenfalls einen Motorantrieb, während sich die leichte Solarfolie problemlos von Hand aufwickeln lässt.
Bedenken Sie außerdem die Bedienseite: Die Kurbel sollte dort sitzen, wo Sie bequem herankommen und genügend Platz zum Drehen haben. Wer das Becken überwiegend allein abdeckt, profitiert von einer leichtgängigen Mechanik mit langem Hebel. In windreichen Lagen ist eine feste Verankerung klar im Vorteil. Im Zweifel beraten wir von FKB Sie zu Ihrem konkreten Becken und stimmen Vorrichtung und Folie aufeinander ab, damit beide Komponenten dauerhaft zusammenpassen.
Vergleich der gängigen Bauformen
| Merkmal | Fest installiert | Mobil / fahrbar |
|---|---|---|
| Befestigung | Flanschfüße am Beckenrand verschraubt | Standfüße, optional mit Rollen |
| Standfestigkeit | sehr hoch | mittel, windempfindlicher |
| Geeignet für Beckenbreite | auch breite Becken | kleine bis mittlere Becken |
| Nachrüstung am Bestandspool | Montage und Untergrund nötig | sehr gut, ohne Bohren |
| Platzbedarf am Beckenrand | dauerhaft belegt | zur Seite fahrbar |
| Winterlagerung | Kurbel und Folie abnehmen | komplett einlagern möglich |
Pflege und Lebensdauer
Eine Aufrollvorrichtung ist nahezu wartungsfrei, profitiert aber von wenigen Handgriffen. Spülen Sie das Aluminiumrohr und die Befestigungsteile gelegentlich mit klarem Wasser ab, um Chlor- und Salzrückstände sowie Sonnencremereste zu entfernen. Prüfen Sie die Teleskop-Klemmungen und die Gurte zu Saisonbeginn auf festen Sitz und Beschädigungen. Die aufgewickelte Folie sollte nicht über Monate hinweg in der prallen Sonne auf der Rolle bleiben, sondern mit einer Schutzhülle abgedeckt oder im Winter trocken eingelagert werden. So erreichen sowohl die Vorrichtung als auch die Folie ihre volle Lebensdauer. Aluminiumvorrichtungen halten bei sachgemäßer Behandlung viele Jahre, während die Folie als Verschleißteil je nach Beanspruchung früher zu ersetzen ist.
Abgrenzung zur Sicherheitsabdeckung
Eine Aufrollvorrichtung mit Solar- oder Thermofolie ist eine Komfort- und Energiesparlösung, jedoch ausdrücklich keine Sicherheitseinrichtung. Sie hält weder das Gewicht eines Kindes noch ist sie gegen unbeabsichtigtes Begehen geprüft. Normierten Personenschutz bieten allein Sicherheitsabdeckungen, die nach der europäischen Norm EN 16582 in Klasse 2A oder 2B zertifiziert sind und eine definierte Flächenlast tragen müssen. Wer kleine Kinder im Haushalt hat, sollte die Schwimmbadabdeckung daher getrennt nach Komfort- und Sicherheitsfunktion betrachten und im Zweifel beide Systeme kombinieren. Eine Übersicht der Abdeckungsarten und der passenden Folien finden Sie über die folgenden Themenseiten.
Solar- und Solarabdeckfolie
Die schwimmende Sommerfolie, die auf der Aufrollvorrichtung Platz findet. Sie reduziert Verdunstung und Wärmeverlust und ist das passende Gegenstück zu jeder Rolle.
Thermoabdeckung
Stärkere Isolierfolien für eine bessere Wärmedämmung. Bei höherem Foliengewicht empfiehlt sich ein verstärktes Wickelrohr oder ein motorischer Antrieb.
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Fragen & Antworten: Aufrollvorrichtung
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Was findet man in der Kategorie Aufrollvorrichtung?
In der Kategorie Aufrollvorrichtung finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Aufrollvorrichtung: Abdeckung fürs Schwimmbad leicht bedienen. -
Welche Vorteile bietet Aufrollvorrichtung?
Der Nutzen von Aufrollvorrichtung liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Welches Material wird bei Aufrollvorrichtung verwendet?
Eine Aufrollvorrichtung besteht meist aus folgenden Teilen: - Aluminium-Teleskopstange zur variablen Einstellung der Beckenbreite - Handkurbel - 2 Flanschfüßen zur Befestigung am Boden (auch. -
Worauf sollte man bei Aufrollvorrichtung achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt.