-
Ratgeber
- Brunnenwasser im Pool
- Pool selber bauen
- Poolwasser grün
- pH-Wert Pool
- Algen im Pool
- Pool verkleiden
- Gartendusche selber bauen
- Pool bauen Kosten
- Poolpumpe anschließen
- Pool reinigen
- Ideen für Poolumrandung
- Was ist PP?
- Was ist GFK?
- Pool Filter reinigen
- Welche Poolheizung bringt was?
- Was kostet ein Swimmingpool?
- Wie groß darf ein Pool im Garten sein?
- Poolleiter wie rum in den Pool?
- Wie funktioniert ein Salzwasserpool?
- Luft im Poolsystem
- Wie funktioniert ein Poolsauger?
- Poolleiter rostet was tun?
- Schwimmring welche Größe?
- Was braucht man für Poolzubehör?
- Welche Poolreiniger gibt es?
- Was bringt eine Solarfolie auf dem Pool?
- Wie schwer ist ein GFK Pool?
- Salzgehalt im Pool & Salz nachfüllen
- Pool-Einbauteile: Skimmer, Düsen, Bodenablauf
- Poolroboter-Arten: Kabel, Akku & App im Vergleich
- Poolbeleuchtung: PAR56-LED nachrüsten
- pH-Wert im Pool heben
- Poolwärmepumpe winterfest machen
- Poolüberdachung: Typen & Auswahl (Albixon, Aluna)
- Wärmepumpe heizt nicht / Fehlercodes
- Skimmer-Probleme: zieht Luft, Klappe klemmt
- Wasserverlust im Pool: Eimertest & Leck finden
- Salzelektrolyse: Zelle pflegen & entkalken
- Leck auf Saug- vs. Druckseite finden
- Freies, gebundenes & Gesamtchlor
- Aktivsauerstoff als Chloralternative
- Filtersand oder Filterglas – was ist besser?
- Poolroboter saugt nicht / bleibt stehen
- Einbauteile-Material: Kunststoff, Edelstahl, Bronze
- Startdruck & Manometer am Sandfilter
- Füllwasser & Wasserwechsel im Pool
- Säurekapazität & Alkalinität (KS4.3)
- Desinfektionsmethoden im Pool im Vergleich
- Dosieranlage dosiert nicht (Kanister/Schlauch/Impfventil)
- Umwälzung: Volumenstrom & Filterlaufzeit
- Keime & Legionellen im Poolwasser
- Chlor im Pool richtig dosieren
- Filterpumpe & Umwälzpumpe – Grundlagen
- pH-Wert im Pool senken
- Stoßchlorung durchführen
- Wie viele Poolscheinwerfer brauche ich?
- Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht & Langelier-Index
- Potentialausgleich für metallische Einbauteile
- Salzanlage in bestehenden Pool nachrüsten
- Brom im Pool & Whirlpool
- Poolroboter richtig einsetzen & entlüften
- Flexrohr im Poolbau richtig verlegen
- Wärmepumpen-Bypass richtig einstellen
- Poolverrohrung: PVC-Rohre richtig kleben
- Poolfolie: Flecken & Falten – Ursachen
- Messfehler bei der Wasseranalyse vermeiden
- Wärmetauscher (Wasser/Wasser) für den Pool
- Verfärbtes Poolwasser (braun/grün/Metalle)
- Gegenstromanlage: Pumpe (Jet) vs. Turbine
- Kugelhähne & Verschraubungen am Pool
- Drehzahlgeregelte VS-Poolpumpe einstellen
- Poollampe dunkel/flackert / Wasser im Scheinwerfer
- Pool-Wasserwerte im Griff
- Whirlpool- & Spa-Wasserpflege
- Poolpumpe brummt, läuft heiß, Motorschutz
- Loch in der Poolfolie finden & flicken
- Poolroboter im Salzwasser & Temperatur-Grenzen
- Kalk & Ablagerungen im Pool entfernen
- Elektro-Durchlauferhitzer (EWT) für den Pool
- RGB-Poolbeleuchtung steuern & synchronisieren
- Schaum im Pool – woher & weg
- Poolsteuerung & Niveauregelung (OSF)
- Pool bleibt trüb trotz Filtern (Kanalbildung)
- Poolwasser messen: DPD, Teststreifen, Photometer
- Cyanursäure / Chlorstabilisator
- UV- & Ozon-Anlagen für den Privatpool
- Poolroboter fährt die Wand nicht hoch
- Poolwärmepumpe – Funktion & Auswahl
- Flockung im Pool richtig einsetzen
- 6-Wege-Ventil: Stellungen erklärt
- Gegenstromanlage zu wenig Schub
- Beckenrandsteine: Feinsteinzeug vs. Granit
- Pool heizen: Dauer & Energie sparen
- Hydrolyse vs. Salzelektrolyse (Low Salt)
- Automatische Rückspülung (Eurotronik/BESGO/OmniTronic)
- Unterflur-Rollladenabdeckung: Funktion & Bedienung
- Poolfolie / Schwimmbadfolie: Typen & Aufbau
- Gebundenes Chlor & Chlorgeruch
- Redox-Wert (mV) verstehen
- Wasserhärte & Calciumhärte im Pool
- Chlorarten: Tabletten, Granulat, flüssig
- Akku-Poolroboter laden, pflegen & überwintern
- Sand kommt aus den Düsen in den Pool
- Poolpumpe saugt nicht / zieht Luft
- Trübes Poolwasser – Ursachen & Lösung
- Poolwärmepumpe: Standort & Aufstellung
- pH- & Redox-Sonden kalibrieren und pflegen
- Edelstahl im Salzwasserpool – was rostet?
- Filterbehälter / Sandfilterkessel – Auswahl & Pflege
- Poolpumpe richtig auswählen
- Rollladenabdeckung-Störungen (Endlage/Encoder/Lamellen)
- Sandfilter rückspülen – Schritt für Schritt
- THM & Chlornebenprodukte im Poolwasser
- Filtersand/Filterglas wechseln & einfüllen
- Automatische Dosieranlage: Funktion & Einbau
- Gleitringdichtung – tropft die Pumpe?

Algen im Pool: Ursachen, Bekämpfung und Vorbeugung
Grünes, trübes oder glitschiges Poolwasser ist fast immer ein Algenproblem. Algen vermehren sich explosionsartig, sobald Desinfektion, Filtration und Wasserwerte nicht mehr zusammenpassen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Algenarten Sie unterscheiden müssen, in welcher Reihenfolge Sie befallenes Wasser sicher wieder klar bekommen und wie Sie Algen dauerhaft vorbeugen. Wir nennen Ihnen konkrete Werte und den vollständigen Pflichtablauf, damit Sie nicht nur die grüne Farbe, sondern die Ursache beseitigen.
Warum wachsen Algen im Pool?
Algen wachsen, wenn vier Dinge zusammenkommen: warmes Wasser, Sonnenlicht, Kohlendioxid und Nährstoffe. Als Nährstoff dienen vor allem Phosphat und Nitrat, das beim Abbau von Chloraminen entsteht. Phosphate gelangen über das Füllwasser und über die Badegäste ins Becken. Steigt im Sommer die Wassertemperatur und scheint die Sonne lange auf die Oberfläche, finden Algen ideale Bedingungen vor, besonders bei schwüler Witterung und nach Gewitterregen.
Entscheidend ist aber nicht das Wetter, sondern Ihre Betriebsweise. Bei guter Durchströmung und korrekt arbeitender Flockungsfiltration entsteht in der Regel kein Algenwuchs, weil das Phosphat ausgefällt und den Algen als Nährstoff entzogen wird. Probleme entstehen dort, wo sich Toträume bilden, also Stellen ohne ausreichende Umwälzung. Genau dort beginnt das Algenwachstum meistens. Die häufigsten Auslöser im Privatpool sind ein zu niedriger Chlorgehalt, ein falsch eingestellter pH-Wert und eine zu kurz laufende oder zu schwache Filtration.
Liegt der pH-Wert außerhalb des Sollbereichs, wirkt das Chlor deutlich schlechter und die Desinfektionsleistung bricht ein. Halten Sie den pH-Wert deshalb im Bereich 7,0 bis 7,4 und das freie Chlor bei 0,3 bis 1,5 mg/l (mindestens 0,3 mg/l nach EN 16713; bei hoher Cyanursäure-Konzentration entsprechend höher). Ein zu hoher Cyanursäurewert bremst die Wirkung des freien Chlors und begünstigt Algenwuchs zusätzlich.
Welche Algenarten gibt es im Pool?
Für die richtige Behandlung müssen Sie wissen, mit welcher Algenart Sie es zu tun haben, denn nicht alle reagieren gleich auf Chlor. Man unterscheidet drei wichtige Gruppen.
Grüne Algen
Die grüne Alge ist mit Abstand die häufigste Form. Sie schwimmt meist frei im Wasser und färbt es grünlich, seltener sitzt sie an den Wänden. Grüne Algen treten bevorzugt dort auf, wo das Wasser schlecht durchströmt wird, etwa in Toträumen. Sie lassen sich vergleichsweise gut bekämpfen: Eine korrekte Werteeinstellung, eine Stoßchlorung und kräftiges Filtern bringen das Wasser in den meisten Fällen wieder klar.
Gelbe und senffarbene Algen
Gelbe oder senffarbene Algen zeigen sich als pulvriger, sandartiger Niederschlag am Beckenboden, oft an schattigen Stellen. Sie sind weitgehend chlorresistent und lassen sich mit normaler Chlorung kaum entfernen. Hier brauchen Sie die Kombination aus mechanischer Reinigung (Boden absaugen, Wände bürsten) und einem Algizid, zusätzlich zur Stoßchlorung. Wischen Sie den Belag immer wieder auf, damit Chlor und Algizid an die Algen herankommen.
Schwarze und blaugrüne Algen
Schwarze beziehungsweise blaugrüne Algen treten als hartnäckige, dunkle Flecken an der Wand auf und wachsen oft in Schichten übereinander. Chlor tötet meist nur die oberste Schicht ab, darunter leben die Algen weiter. Diese Art ist daher ebenfalls weitgehend chlorresistent. Um schwarze Algen loszuwerden, kommen Sie um eine kräftige mechanische Beseitigung mit der Bürste fast nie herum, anschließend folgen Stoßchlorung und Algizid.
In welcher Reihenfolge bekämpfe ich Algen richtig?
Bei akutem Befall hilft eine feste Reihenfolge aus Messen, Werte einstellen, Stoßchlorung, Algizid, Filtern und mechanischer Reinigung. Halten Sie diese Schritte ein, sonst arbeiten die Maßnahmen gegeneinander.
- Werte messen. Bestimmen Sie zuerst pH-Wert und freies Chlor, bei Bedarf auch die Cyanursäure. Nur so wissen Sie, woran es liegt und ob das Chlor überhaupt wirken kann.
- pH-Wert auf 7,0 bis 7,4 einstellen. Korrigieren Sie den pH-Wert vor allen weiteren Schritten. Liegt er zu hoch, verpufft die Wirkung der anschließenden Stoßchlorung weitgehend.
- Stoßchlorung durchführen. Geben Sie eine hohe Chlordosis von mindestens 5 g pro Kubikmeter Wasser (entspricht etwa 5 mg/l) zu. Richten Sie sich genau nach der Produktangabe Ihres Chlorpräparats und dosieren Sie nicht nach Gefühl.
- Algizid einsetzen. Reicht die Stoßchlorung nicht aus oder handelt es sich um gelbe oder schwarze Algen, setzen Sie ein Algizid ein. Wirksam sind Quats, Polyquats und Kupfersalze. Quats geben Sie erst zu, nachdem mindestens 12 Stunden zuvor die Stoßchlorung erfolgt ist.
- Kräftig filtern. Lassen Sie die Umwälzpumpe durchlaufen, damit sich das Chlor verteilt und der Filter die abgestorbenen Algen aufnimmt. Spülen Sie den Sandfilter danach gründlich zurück.
- Wände bürsten. Bürsten Sie Boden und Wände gründlich ab, besonders bei festsitzenden Belägen und schwarzen Algen. Glitschige grüne Wände sind ein klares Zeichen für Algenwachstum.
- Bodensatz absaugen. Saugen Sie abgestorbene Algen und Niederschlag vom Boden ab, am besten in die Kanalisation statt über den Filter, damit Sie die Algen nicht im Kreislauf halten.
Wie Sie eine Schockbehandlung im Detail durchführen, lesen Sie im Ratgeber Stoßchlorung durchführen. Ist das Wasser bereits grün, finden Sie weitere Schritte unter Poolwasser grün.
Helfen Hausmittel wie Essig, Backpulver oder Soda gegen Algen?
Nein. Essig, Backpulver, Natron und Soda sind keine geeigneten Algenmittel. Das ist ein verbreiteter Irrtum, der sich hartnäckig hält. Essig bekämpft keine Algen, und Backpulver, Natron oder Soda verändern lediglich den pH-Wert, beseitigen aber weder Algen noch deren Ursache. Im schlimmsten Fall verschieben Sie damit den pH-Wert in den falschen Bereich und schwächen so die Wirkung Ihres Chlors zusätzlich.
Wirksam gegen Algen sind ausschließlich eine korrekte Werteeinstellung, die Stoßchlorung mit Chlor sowie geeignete Algizide. Sparen Sie sich Experimente mit Küchenmitteln und arbeiten Sie nach dem oben beschriebenen Ablauf.
Welches Algizid ist das richtige und wie dosiere ich es?
Algizide ergänzen die Chlorung, ersetzen sie aber nie. Es gibt drei gebräuchliche Gruppen mit unterschiedlichen Eigenschaften.
- Quats (quaternäre Ammoniumverbindungen). Sie wirken bereits in geringer Konzentration von etwa 1 bis 4 mg/l Wirksubstanz und sind chlorverträglich. Bei zu hoher Dosierung neigen sie zur Schaumbildung, weshalb es schaumarme und schaumfreie Varianten gibt.
- Polyquats. Sie sind von Haus aus schaumarm, benötigen aber eine höhere Dosierung als klassische Quats.
- Kupfersalze. Sie sind wirksam, können aber bei höheren Konzentrationen die Haare der Badenden verfärben, eine Blaufärbung des Wassers verursachen und in Verbindung mit Chlor zu grünschwarzen Ablagerungen an den Wänden führen. Dosieren Sie kupferhaltige Algizide deshalb sparsam und genau nach Herstellerangabe.
Wichtig bei Quats: Geben Sie sie erst zu, nachdem mindestens 12 Stunden zuvor eine Stoßchlorung mit mindestens 5 mg/l Chlor erfolgt ist. Quats sind chlorverträglich, die übliche Chlorung müssen Sie während ihrer Anwendung nicht unterbrechen.
Wann darf ich nach der Behandlung wieder baden?
Betreten Sie das Becken erst wieder, wenn freies Chlor und pH-Wert zurück im Sollbereich liegen, also zwischen ihrem Minimal- und Maximalwert. Eine Stoßchlorung treibt das freie Chlor weit über den Badebereich hinaus, und zu hohes freies Chlor kann gesundheitlich schädigen. Eine Stoßchlorung verschiebt zudem den pH-Wert, messen Sie ihn danach erneut und korrigieren Sie ihn.
Warten Sie ab, bis der Chlorwert von selbst abgesunken ist, und messen Sie vor dem ersten Bad nach. Erst wenn freies Chlor (Zielbereich 0,3 bis 1,5 mg/l) und pH-Wert (7,0 bis 7,4) wieder stimmen, ist das Wasser zum Baden freigegeben.
Wie beuge ich Algen dauerhaft vor?
Die beste Algenbehandlung ist die, die Sie nie brauchen. Wer Wasserwerte, Filtration und Reinigung im Griff hat, hat kaum mit Algen zu tun.
- Kontrollieren Sie regelmäßig pH-Wert und freies Chlor und halten Sie beide stabil im Sollbereich (pH 7,0 bis 7,4; freies Chlor 0,3 bis 1,5 mg/l).
- Sorgen Sie für ausreichende Umwälzung und Filterlaufzeit und vermeiden Sie Toträume, in denen das Wasser steht. Stehendes Wasser begünstigt Algenwuchs.
- Entziehen Sie den Algen über eine verfahrensgerechte Flockungsfiltration den Nährstoff Phosphat.
- Decken Sie den Pool bei Nichtnutzung ab, das reduziert Lichteintrag, Wärme und Schmutzeintrag.
- Vermeiden Sie Phosphat- und Nährstoffeintrag und entfernen Sie Laub, Pollen und Schmutz frühzeitig von der Wasseroberfläche und vom Boden.
- Setzen Sie in algengefährdeten Phasen, etwa bei schwüler Witterung und nach Gewitterregen, vorbeugend ein Algizid ein.
Wie Sie die zentralen Werte langfristig stabil halten, lesen Sie unter Pool-Wasserwerte im Griff.
Das Wichtigste in Kürze
- Algen brauchen Wärme, Licht, CO2 und Nährstoffe wie Phosphat und Nitrat; gute Umwälzung und Flockung entziehen ihnen die Grundlage.
- Grüne Algen lassen sich gut bekämpfen; gelbe und schwarze Algen sind weitgehend chlorresistent und brauchen zusätzlich Bürste plus Algizid.
- Richtige Reihenfolge: Werte messen, pH auf 7,0 bis 7,4 einstellen, Stoßchlorung, Algizid (Quats/Polyquats), kräftig filtern, Wände bürsten, Bodensatz absaugen.
- Zielwerte: freies Chlor 0,3 bis 1,5 mg/l (mindestens 0,3 mg/l nach EN 16713, bei Cyanursäure höher), pH-Wert 7,0 bis 7,4.
- Stoßchlorung mit mindestens 5 mg/l nach Produktangabe; Quats erst 12 Stunden danach zugeben.
- Essig, Backpulver, Natron und Soda sind keine geeigneten Algenmittel; wirksam sind nur Chlorung und Algizide.
- Erst wieder baden, wenn freies Chlor und pH zurück im Sollbereich sind.
Fragen & Antworten: Algen im Pool
- Warum bekomme ich trotz Chlor Algen im Pool?
Meist stimmt das Zusammenspiel der Werte nicht. Bei falschem pH-Wert wirkt Chlor deutlich schlechter, und eine zu schwache Filtration oder Toträume ohne Umwälzung begünstigen Algen zusätzlich. Halten Sie den pH-Wert bei 7,0 bis 7,4 und freies Chlor bei 0,3 bis 1,5 mg/l. Ein zu hoher Cyanursäurewert bremst die Chlorwirkung ebenfalls. - Welche Algenarten gibt es im Pool?
Drei Gruppen: grüne Algen schwimmen meist frei im Wasser und lassen sich gut bekämpfen, gelbe oder senffarbene Algen zeigen sich als pulvriger Niederschlag am Boden, schwarze beziehungsweise blaugrüne Algen als hartnäckige Wandflecken. Gelbe und schwarze Algen sind weitgehend chlorresistent und brauchen zusätzlich Bürste und Algizid. - In welcher Reihenfolge bekämpfe ich Algen richtig?
Erst Werte messen und den pH-Wert auf 7,0 bis 7,4 einstellen, dann Stoßchlorung, anschließend ein Algizid (Quats oder Polyquats), danach kräftig filtern, Wände bürsten und den Bodensatz absaugen. Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass jede Maßnahme wirkt, statt gegen die andere zu arbeiten. - Helfen Hausmittel wie Essig, Backpulver oder Soda gegen Algen?
Nein. Essig, Backpulver, Natron und Soda sind keine geeigneten Algenmittel, das ist ein verbreiteter Irrtum. Essig bekämpft keine Algen, und Backpulver, Natron oder Soda verändern nur den pH-Wert. Wirksam sind ausschließlich eine korrekte Werteeinstellung, die Stoßchlorung sowie Algizide wie Quats, Polyquats und Kupfersalze. - Mit welcher Chlormenge mache ich eine Stoßchlorung gegen Algen?
Üblich sind mindestens 5 g pro Kubikmeter Wasser, also etwa 5 mg/l. Richten Sie sich nach der Dosierangabe Ihres Produkts und messen Sie nach, statt nach Gefühl zu dosieren. Nach der Stoßchlorung verschiebt sich der pH-Wert und muss erneut korrigiert werden. - Was muss ich beim Einsatz von Quats und Algiziden beachten?
Quats wirken bereits bei etwa 1 bis 4 mg/l Wirksubstanz und sind chlorverträglich, ersetzen die Chlorung aber nicht. Geben Sie Quats erst zu, nachdem mindestens 12 Stunden zuvor eine Stoßchlorung mit mindestens 5 mg/l Chlor erfolgt ist. Polyquats sind schaumarm, brauchen aber mehr Dosis; Kupfersalze sparsam dosieren, da sie Wasser und Haare verfärben können. - Wann darf ich nach einer Stoßchlorung wieder baden?
Erst, wenn freies Chlor und pH-Wert wieder im Sollbereich liegen, also freies Chlor zwischen 0,3 und 1,5 mg/l und pH zwischen 7,0 und 7,4. Zu hohes freies Chlor kann gesundheitlich schädigen. Warten Sie ab, bis der Chlorwert von selbst abgesunken ist, und messen Sie vor dem Baden nach. - Wie verhindere ich Algen dauerhaft?
Kontrollieren Sie regelmäßig pH-Wert und Chlor, sorgen Sie für ausreichende Filterlaufzeit und gute Umwälzung ohne Toträume und entziehen Sie den Algen über eine verfahrensgerechte Flockung den Nährstoff Phosphat. Decken Sie den Pool bei Nichtnutzung ab und vermeiden Sie Nährstoffeintrag. In schwülen Phasen und nach Gewitter hilft ein vorbeugendes Algizid.