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Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken
Segmentbecken sind eine bewährte Bauweise für private Schwimmbecken, bei der die Beckenwände nicht aus Beton gegossen, sondern aus vorgefertigten Wandelementen zusammengeschraubt werden. Die Segmente bestehen entweder aus verzinkten und zusätzlich kunststoffbeschichteten Stahlblechen oder aus etwa 50 Zentimeter breiten Rasterelementen aus Recycling-Polyethylen (PE). Beide Varianten verfolgen dasselbe Prinzip: Ein stabiles, statisch tragfähiges Wandgerüst wird auf einer bauseits erstellten Betonplatte aufgebaut und anschließend mit einer wasserdichten Folie ausgekleidet. Diese trockene Montage ohne aufwendige Schalung und Betonage macht das Segmentbecken zu einer schnellen und gut kalkulierbaren Lösung.
Die einzelnen Elemente werden untereinander sowie mit einer entsprechenden Anzahl von Eck- und Seitenstutzen fest verschraubt. Je nach Eigenstatik der Konstruktion und nach Herstellervorgaben wird die fertige Beckenwand von außen hinterfüllt, in der Regel mit Magerbeton oder anderen geeigneten, lastabtragenden Werkstoffen. Eine vollständige Verfüllung mit Konstruktionsbeton wie beim klassischen Betonbecken entfällt. Genau hier liegt der größte praktische Vorteil: Der Materialeinsatz ist geringer, die Bauzeit kürzer und auch geübte Selbstbauer können einen großen Teil der Arbeiten in Eigenleistung übernehmen.
Durch die modulare Bauweise lassen sich nahezu alle Beckenformen umsetzen. Rechteckbecken sind der Standard, doch über zusätzliche Eckwinkel und spezielle Radiensegmente einzelner Hersteller sind auch Freiformen und abgerundete Becken möglich. Damit verbindet das Segmentbecken die gestalterische Freiheit eines individuell gemauerten Beckens mit der Wirtschaftlichkeit eines Systembeckens. Bei FKB beraten wir Sie persönlich, welche Segmentbauweise zu Ihrem Grundstück, Ihrem Budget und Ihren Vorstellungen passt, und liefern auf Wunsch das komplette Material für den Selbstbau.
Aufbau und Konstruktionsprinzip
Grundlage jedes Segmentbeckens ist eine ebene, tragfähige und frostfrei gegründete Betonplatte. Sie nimmt die Last des gefüllten Beckens auf und bildet zugleich die saubere Auflagefläche für die unteren Wandkanten. Auf dieser Platte werden die Wandsegmente Stück für Stück aufgestellt, ausgerichtet und mit Eck- sowie Seitenstutzen verschraubt. Die Verschraubung erfolgt durchgängig mit korrosionsgeschützten Verbindungsmitteln, sodass die Wand auch unter dem Wasserdruck eines vollen Beckens dauerhaft formstabil bleibt.
Bei einem typischen Privatbecken mit 1,5 Meter Wassertiefe wirkt am Beckenboden ein hydrostatischer Druck von rund 0,15 bar, was etwa 1,5 Tonnen pro Quadratmeter entspricht. Diesen Druck nimmt nicht die Folie auf, sondern die verschraubte Segmentwand in Verbindung mit der Hinterfüllung. Deshalb ist die fachgerechte Hinterfüllung mit Magerbeton ein sicherheitsrelevanter Arbeitsschritt: Sie verteilt die Kräfte gleichmäßig in das umgebende Erdreich und verhindert ein Ausbauchen der Wand. Die Hinterfüllung wird lagenweise und parallel zum steigenden Wasserstand eingebracht, damit der Wasserdruck von innen und der Erddruck von außen stets im Gleichgewicht bleiben.
Stahlsegmente und Kunststoffsegmente im Vergleich
Welches Material das richtige ist, hängt von Bodenverhältnissen, Budget und der gewünschten Lebensdauer ab. Die folgende Übersicht stellt die beiden Bauweisen gegenüber:
| Merkmal | Stahlsegmente | Kunststoffsegmente (PE) |
|---|---|---|
| Material | Verzinktes, kunststoffbeschichtetes Stahlblech | Rasterelemente aus Recycling-Polyethylen |
| Elementbreite | Großformatige Wandsegmente | ca. 50 cm breite Rasterelemente |
| Eigensteifigkeit | sehr hoch, geringe Verformung | hoch, Hinterfüllung übernimmt mehr Last |
| Korrosionsverhalten | durch Verzinkung und Beschichtung geschützt | korrosionsfrei, unempfindlich |
| Gewicht beim Aufbau | höher, oft zu zweit zu montieren | leicht, ideal für Selbstbau |
| Formenvielfalt | Rechteck und Freiform mit Radiensegmenten | überwiegend Rechteck, Standardformen |
| Beispielmodelle | SUNSTAR von MTH, SKYPOOL von Astral | ASCONA von MTH |
In der Praxis punkten Stahlsegmente mit ihrer hohen Eigensteifigkeit und der Möglichkeit, auch anspruchsvolle Freiformen zu realisieren. Kunststoffsegmente aus PE überzeugen durch ihre völlige Korrosionsfreiheit und das geringe Gewicht der einzelnen Rasterelemente, was den Aufbau für Selbstbauer erleichtert. Bei beiden Systemen ist das fertige Becken nach dem Auskleiden optisch nicht von einem Folienbecken in Betonbauweise zu unterscheiden.
Abdichtung mit PVC-Innenhülle oder Schweißfolie
Die dichtende Funktion übernimmt bei Segmentbecken nicht die Wand selbst, sondern eine separate Folienauskleidung. In der Regel kommt eine werkseitig vorgefertigte PVC-Innenhülle (Einhängefolie) zum Einsatz, die exakt auf die Beckenmaße zugeschnitten und am oberen Rand eingehängt wird. Alternativ wird vor Ort eine 1,5 Millimeter starke PVC-Folie verschweißt, die sich besonders für Sonderformen und großflächige Becken eignet. Beide Verfahren ergeben eine dauerhaft wasserdichte, UV- und chlorbeständige Oberfläche, die in verschiedenen Farben und Mustern erhältlich ist. Ausführliche Informationen zur Auswahl finden Sie in unserem Bereich Schwimmbadfolie sowie zu den maßgefertigten Innenhüllen unter Einhängefolien und Liner.
Vor dem Einbau der Folie wird die Segmentwand mit einem Vlies kaschiert, das die Folie vor Beschädigungen durch Schraubenköpfe oder Kanten schützt und gleichzeitig kleine Unebenheiten ausgleicht. Eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds ist hier entscheidend für die spätere Optik und Haltbarkeit der Auskleidung.
Modelle und Komplettsets für Selbstbauer
Im Markt haben sich mehrere bewährte Systeme etabliert. Das Kunststoffsegmentbecken ASCONA von MTH setzt auf leichte PE-Rasterelemente, während die Stahlsegmentbecken SUNSTAR desselben Herstellers durch ihre robuste Stahlbauweise und die Eignung für Überlaufrinnen-Ausführungen bekannt sind. Der SKYPOOL von Astral wird in einer Vielzahl vorkonfigurierter Größen und Formen angeboten, von kompakten Modellen bis zu großzügigen Familienbecken. Andere Hersteller fertigen darüber hinaus spezielle Radiensegmente für Freiformbecken.
Für ambitionierte Selbstbauer bieten wir umfangreiche Komplettsets an, die neben den Wandsegmenten auch Filteranlage, Einbauteile, Leiter, Einlaufdüsen und die passende Folie in verschiedenen Größen enthalten. So erhalten Sie alle aufeinander abgestimmten Komponenten aus einer Hand und vermeiden Schnittstellenprobleme. Wenn Sie zwischen den Beckensystemen abwägen, lohnt der Blick auf die verwandten Bauweisen wie das GFK-Schwimmbecken oder das klassische Stahlwandbecken. Eine vollständige Übersicht aller Systeme finden Sie auf der Seite Schwimmbeckensysteme.
Fragen & Antworten: Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken
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Was findet man in der Kategorie Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken?
In der Kategorie Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Flexible Poolformen & einfache Montage: Segmentbecken aus Stahl oder Kunststoff, auch als Komplettset erhältlich. -
In welchen Größen sind Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken verfügbar?
In verschiedenen Standardgrößen und auf Anfrage auch als Sondermaß. Die genauen Abmessungen finden Sie in den jeweiligen Produktdetails. -
Welche Vorteile bietet Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken?
Der Nutzen von Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Welche Technik ist bei Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken wichtig?
Bei Stahl- oder Kunststoffsegmentbecken kommt es vor allem auf die passende technische Auslegung an. Entscheidend sind Leistung, Anschlussmaße, Energiebedarf und die Abstimmung mit den übrigen Pool- oder Haustechnik-Komponenten.