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Wasserpflegehinweise für Ihr Schwimmbad
Schwimmbadwasser ist jeden Tag unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt. Über die Umwelt und durch die Badenden gelangen organische und anorganische Stoffe ins Wasser. Damit das Becken klar, sauber und hygienisch bleibt, muss das Wasser regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Mit den richtigen Maßnahmen und einigen wenigen Routinemessungen ist das mit überschaubarem Aufwand möglich.
Die Wasserpflege gliedert sich in zwei Bereiche. Die physikalische Wasserpflege beseitigt mechanisch die sichtbaren Fremdkörper wie Sand, Laub und Gras. Die chemische Wasserpflege entfernt die unsichtbaren Belastungen und steuert die wichtigen Wasserparameter wie pH-Wert, Desinfektion, Algenschutz und Flockung. Erst beide zusammen sorgen für dauerhaft einwandfreies Wasser.
Diese Seite erklärt beide Bereiche Schritt für Schritt, nennt die empfohlenen Sollwerte und Prüfintervalle und zeigt, wie Chlor, Cyanursäure und Säurekapazität zusammenwirken. Für vertiefende Themen verweisen wir auf die passenden Seiten der Wasseraufbereitung.
Physikalische Wasserpflege
Bei guter Durchströmung des Beckens hält der Filter die meisten größeren Schmutzpartikel zurück. Damit das gelingt, sollte die Filterpumpe so lange laufen, dass das gesamte Wasservolumen mindestens zwei- bis dreimal pro Tag umgewälzt wird. In der Regel entspricht das einer Filterlaufzeit von sechs bis acht Stunden täglich. Bei einem Sandfilter wird zusätzlich wöchentlich rückgespült.
Beim Rückspülen wird das Filtermaterial gereinigt und gleichzeitig ein Teil des Wassers durch Frischwasser ersetzt. Pro Woche sollten mindestens drei Prozent des Beckenwassers erneuert werden, was je nach Filtergröße einer Rückspülung von etwa drei bis fünf Minuten entspricht. Andere Filterarten müssen ebenfalls regelmäßig gereinigt werden. Fremdkörper, die trotzdem im Wasser bleiben, entfernt man mit einem Kescher oder einem automatischen Bodensauger.
| Maßnahme | Empfehlung |
|---|---|
| Umwälzung des Wasservolumens | zwei- bis dreimal täglich |
| Filterlaufzeit | sechs bis acht Stunden pro Tag |
| Rückspülen (Sandfilter) | wöchentlich, etwa drei bis fünf Minuten |
| Frischwasserzugabe | mindestens drei Prozent pro Woche |
Chemische Wasserpflege
Die chemische Wasserpflege steuert die unsichtbaren Parameter des Wassers und beruht auf vier Säulen: der Regulierung des pH-Werts, der Desinfektion, der Algenverhütung und der Flockung. Werden alle vier aufeinander abgestimmt, bleibt das Wasser klar, hygienisch und materialschonend.
pH-Wert-Regulierung. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 7,0 und 7,4. Dieser Bereich wird dem Wohlbefinden der Badenden, der Lebensdauer der Materialien und der optimalen Wirkung der Pflegemittel gleichermaßen gerecht. Der pH-Wert sollte mindestens alle acht Tage geprüft und bei Bedarf nachgeregelt werden.
Desinfektion. Im Schwimmbadwasser herrschen günstige Bedingungen für Bakterien, Pilze und Algen. Nur ein kleiner Teil davon ist krankheitserregend, doch alle können sich rasch vermehren und zu schleimigen Belägen oder Trübungen führen. Eine wirksame Desinfektion hält das Wasser hygienisch einwandfrei. Einen Überblick über die Verfahren bieten die Desinfektionsmethoden.
Algenverhütung. Algen sind pflanzliche Mikroorganismen, die organische Stoffe produzieren und damit einen Nährboden für Bakterien und Pilze bilden. Gängige Desinfektionsmittel allein reichen oft nicht aus, zumal größere Algenkolonien durch ihre Schleimhülle gegen Chlor widerstandsfähig werden können. Eine rechtzeitige Prophylaxe mit einem Algenschutzmittel stört den Stoffwechsel der Alge und hemmt das Wachstum, bevor es sichtbar wird.
Flockung. Ein Sandfilter kann feinste, kolloidale Verunreinigungen nicht zurückhalten, was zu einer milchigen Trübung führt. Ein Flockmittel bündelt diese Schwebeteilchen zu größeren Flocken, die der Filter dann zurückhält und die beim nächsten Rückspülen entfernt werden. Die Flockung verbessert zugleich die Wirkung des Desinfektionsmittels. Das Ergebnis ist kristallklares Wasser.
Chlor, Cyanursäure und Säurekapazität
Chlor ist das am häufigsten eingesetzte Desinfektionsmittel und überzeugt durch seine schnelle Wirkung. Unter hoher Belastung und UV-Strahlung baut reines Chlor jedoch rasch ab. Um es zu stabilisieren, wird ihm Cyanursäure zugesetzt. Da Cyanursäure einen pH-Wert von rund 4,0 hat, senkt die Zugabe von stabilisiertem Chlor den pH-Wert des Beckenwassers. Wie freies Chlor, gebundenes Chlor und Cyanursäure zusammenwirken, erläutert die Seite zu freiem Chlor und Cyanursäure.
Die Säurekapazität ist ein weiterer wichtiger Parameter. Sie beschreibt das Aufnahmevermögen des Wassers gegenüber Säure und damit seine Pufferwirkung. Die Säurekapazität KS 4,3 gibt an, wie viel Säure eine definierte Wassermenge bis zum Erreichen von pH 4,3 aufnehmen kann, und wird in mol/m³ angegeben. Ist sie zu niedrig, schwankt der pH-Wert stark und lässt sich nur schwer stabil halten. Details dazu finden Sie unter Säurekapazität KS 4,3.
| Parameter | Sollwert | Prüfintervall |
|---|---|---|
| pH-Wert | 7,0 bis 7,4 | mindestens alle acht Tage |
| Freies Chlor | 0,3 bis 0,6 mg/l | wöchentlich, bei Bedarf häufiger |
| Cyanursäure | 20 bis 50 mg/l | monatlich |
| Säurekapazität KS 4,3 | mindestens 0,7 mol/m³ | bei pH-Problemen |
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Fragen & Antworten: Wasserpflegehinweise
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PH - Wert - Regulierung
Der ideale pH-Wert für eine erfolgreiche Wasserpflege liegt zwischen 7,0 und 7,4. Dieser Bereich wird dem Wohlbefinden der Badenden, der Lebensdauer von Schwimmbadmaterialien und der optimalen Wirkung der Wasserpflegemittel gleichermaßen gerecht. Will man unerwünschte Auswirkungen vermeiden, sollte der pH-Wert mindestens alle 8 Tage geprüft und auf 7,0 bis 7,4 eingestellt werden. . -
Welche Vorteile bietet Wasserpflegehinweise?
Der Nutzen von Wasserpflegehinweise liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Algenverhütung
Algen sind pflanzliche Mikroorganismen, die unerwünschte organische Stoffe produzieren, die wiederum ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze sind. Grund genug, Algenwachstum zu verhindern. Gängige Desinfektionsmittel allein reichen dazu in der Regel nicht aus. Algen können zudem gegen Chlor resistent werden, weil Chlor die Schleimhülle bei größeren Algenkolonien nicht durchdringen kann. Vorbeugen ist besser als heilen. Eine rechtzeitige Prophylaxe mit Algenex stört Stoffwechselvorgänge der Alge. Sie stirbt bzw. das Wachstum wird gehemmt. . -
Worauf sollte man bei Wasserpflegehinweise achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt.

