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Steuerungen und Automation für Schwimmbäder
Wasseraufbereitung wird heute fast immer automatisiert, pH-Wert messen und über Säure/Lauge nachregeln, Chlor- oder Salzelektrolyse-Output über Redox-Sonden steuern, Filterpumpe und Rückspülung nach Plan oder Druck triggern, Wassertemperatur über die Wärmepumpe regeln. Eine moderne Schwimmbad-Anlage hat dafür meist drei Komponenten-Klassen: Mess- und Regeltechnik für die Wasserchemie, Schwimmbadsteuerung als zentrale Schaltzentrale für Pumpe / Heizung / Beleuchtung, und Rückspülautomaten für die Filteranlage. Plus UV-Desinfektion und Dosieranlagen als optionale Bausteine.
Der Vorteil der Automation: gleichmäßige Wasserqualität ohne tägliches Kontrollieren, deutlich weniger Chemikalien-Verbrauch (genau dosiert statt überdosiert), Wartungsfenster werden eingehalten statt vergessen, und Sie sehen Probleme über die Smart-Home-App bevor das Wasser kippt. Bei Hallenbädern und gewerblichen Anlagen ist Mess- und Regeltechnik nach DIN 19643 Pflicht, bei privaten Pools eine wirtschaftliche und komfortable Empfehlung.
Im Folgenden eine Übersicht über die wichtigsten Komponenten-Bereiche, die wir bei FKB im Sortiment führen und in unseren Beratungen typischerweise zu einer kompletten Automation kombinieren. Pro Komponente gibt es eine Detail-Seite mit Aufbau, Funktion und Empfehlungen.
Mess- und Regeltechnik — die Grundlage
Mess- und Regeltechnik (MRT) ist das Herz der automatischen Wasseraufbereitung. Eine pH-Sonde misst kontinuierlich den pH-Wert des Schwimmbadwassers (Sollbereich nach DIN 19643: 6,5–7,6, Privatpools meist 7,0–7,4), die Steuerung vergleicht mit Sollwert und triggert die Dosierpumpe für pH-Minus (Säure) oder pH-Plus (Lauge). Die Redox-Sonde misst das Oxidations-Potenzial (Indikator für freies Chlor, typischer Sollwert 650–750 mV) und steuert die Chlor-Dosierung über eine zweite Dosierpumpe oder die Salzelektrolyse.
Wichtig zur Sonden-Pflege: pH- und Redox-Sonden sind Verschleißteile. Eine pH-Sonde hält im Privatbetrieb typischerweise 1–2 Saisons, Redox-Sonden 2–3 Saisons. Halbjährliche Kalibrierung mit Puffer-Lösung (pH 4 und pH 7 für pH-Sonde, 465 mV für Redox-Sonde) ist Pflicht, sonst regelt das System falsch. Bei Einlagerung im Winter müssen Sonden in einer 3-molaren Kaliumchlorid-Lösung aufbewahrt werden, sonst trocknet die Sensor-Membran aus und ist hin.
Im FKB-Sortiment führen wir Standard-MRT-Systeme von Bayrol, Dinotec, OSF und Steiel, alle haben sich im Privat- und Halbgewerbe-Markt etabliert. Die Wahl hängt von Bedienkonzept, Schnittstellen (RS-485, Modbus, BACnet für Gebäudeleittechnik) und gewünschtem Funktionsumfang ab (z. B. mit oder ohne Temperatur-Regelung, mit oder ohne Smart-Home-App).
Schwimmbadsteuerung als Schaltzentrale
Während die Mess- und Regeltechnik nur die Wasserchemie überwacht, übernimmt die Schwimmbadsteuerung die komplette Anlagen-Steuerung: Filterpumpe ein/aus nach Zeitplan, Wärmepumpe schalten, Beleuchtung steuern, Bodenroboter-Anschluss, Gegenstrom-Anlage, Whirl-Düsen, ggf. Schiebe-Abdeckung. Moderne Steuerungen haben Touch-Display und WLAN-Anbindung, die App zeigt Wassertemperatur, Status der Pumpe und ggf. Mess-Werte aus der MRT.
Bei FKB integrieren wir Schwimmbadsteuerungen so, dass alle Funktionen aus einer Hand kommen. Wichtig bei der Auswahl: Strom-Kreis-Anzahl (typisch 4–8 Schaltkreise), Sicherheits-Funktion (Trockenlauf-Schutz für Pumpe, Übertemperatur-Schutz für Heizung), Smart-Home-Anbindung über KNX/Loxone/Home Assistant. Bei modernen Loxone-Häusern lohnt sich oft die direkte Integration in das Loxone-System statt einer separaten Schwimmbadsteuerung, das spart Bedien-Inseln und vereinfacht die Wartung.
Technikraum-Aufbau und Bypässe
Damit die Automation funktioniert, muss der Technikraum strukturell darauf vorbereitet sein. Der typische Aufbau folgt der Wasser-Flussrichtung: Saug-Seite (Skimmer, Bodenablauf, Bodensauger-Anschluss zusammengeführt) → Filterpumpe → Filteranlage (Sand- oder Hochschichtfilter) → optional UV-Desinfektion → optional Wärmetauscher/Wärmepumpe im Bypass → Dosier-Einbindung (Chlor und pH-Minus, immer als letztes vor dem Becken-Rücklauf) → Einlauf-Düsen.
Bypässe sind das wichtigste Konstruktions-Element für nachträgliche Erweiterungen. Pro Heizungs- oder Sonderelement (Wärmepumpe, Solar, Wärmetauscher) ein eigener Bypass mit Absperr-Hahn und Drossel-Hahn, so kann jedes Element einzeln gewartet werden, ohne die Hauptanlage abzuschalten. Bei Aufbau und Verrohrung folgen wir bei FKB der Faustregel: lieber einen Bypass mehr einplanen als später nachrüsten. Nachgerüstete Bypässe verlangen das Aufschneiden der Hauptleitung, vermeidbar mit guter Planung.
Frostschutz im Außen-Technikbereich: jedes wasserführende Element muss entleerbar sein. Kugelhähne DN 20 / DN 25 oder KFE-Hähne an allen Tiefpunkten der Verrohrung. Im Winter Anlage entleeren und Sonden ausbauen. Bei beheizten Innen-Technikräumen entfällt das natürlich, aber bei Außen-Technik-Schächten ist die Winterung Pflicht-Schritt.
Fragen & Antworten: Steuerungen + Automation
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Was findet man in der Kategorie Steuerungen + Automation?
In der Kategorie Steuerungen + Automation finden Sie Steuerungen für Pooltechnik und Automatisierung. Moderne Poolsteuerung & Wasseraufbereitung: Tipps für effiziente Installation. -
Welche Vorteile bietet Steuerungen + Automation?
Zu den Vorteilen von Steuerungen + Automation zählen mehr Komfort, automatischen Abläufen und einem stabilen Anlagenbetrieb. Entscheidend sind eine passende Auslegung, saubere Montage und die Abstimmung auf die vorhandene Anlage oder Einbausituation. -
Welche Lösung zur Poolerwärmung bietet Steuerungen + Automation?
Für die Einbindung von Solaranlage / Wärmetauscher / Wärmepumpe oder anderen Zusatzelementen werden i.d.R. -
Welche Filtertechnik wird bei Steuerungen + Automation eingesetzt?
Die am meisten verwendete Variante in privaten Schwimmbecken ist die Sandfilteranlage, diese besteht aus einem Filterbehälter und der dazu passenden Füllung aus Quarzsand sowie der Filterpumpe /.




