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Einbauhinweise Bodenablauf
Der Bodenablauf dient zur Zirkulation der unteren Wasserschichten und ist die zweite Wasserabnahmestelle des Filterkreislaufs neben dem Skimmer. Über ihn lässt sich das Becken zudem vollständig entleeren. Er sollte in der Bodenplatte nahe der Stirnseite eingebaut werden. Genaue Angaben zu seiner Position erhalten Sie projektbezogen, da sie von Beckengeometrie, Anströmung und Leitungsführung abhängen.
Der fachgerechte Einbau entscheidet darüber, ob der Bodenablauf dauerhaft dicht bleibt und ob er die Sicherheitsanforderungen der DIN EN 13451-3 erfüllt. Diese Norm begrenzt die Strömungsgeschwindigkeit am Ablauf und schreibt eine kindersichere Gitterabdeckung vor. Schon kleine Fehler beim Verrohren, Ausrichten oder Einbetonieren lassen sich nach dem Gießen der Bodenplatte nur mit großem Aufwand korrigieren. Die folgenden Hinweise fassen die Schritte zusammen, die FKB beim Einbau eines Bodenablaufs empfiehlt.
Grundsätzlich gilt: Bodenablauf vor dem Einbetonieren vollständig verrohren, alle nicht genutzten Anschlüsse dicht verschließen, Klebeverbindungen ausreichend aushärten lassen und das Bauteil sicher gegen Verdrehen und Abkippen fixieren. Bei Edelstahlbauteilen kommt der Schutz vor Korrosion durch Bewehrungskontakt hinzu.
Bodenablauf verrohren
Der Bodenablauf muss vor dem Einbau verrohrt werden. Hierzu ist es in der Regel sinnvoll, Flexrohr zu verwenden, entweder 3 bis 4 m oder eine ganze Rolle, die dann direkt in den Technikraum gelegt wird. Das PVC-Flexrohr wird über ein Übergangsstück in den Bodenablauf montiert. Dazu wird das Übergangsstück seitlich in den Bodenablauf eingedichtet. Dies kann mit Teflonband erfolgen oder durch direktes Einkleben.
Falls Sie direkt einkleben, beachten Sie die Trockenzeit, bevor Sie die Klebestellen mechanisch belasten. Die Verklebungen sollten mindestens 12 Stunden nicht belastet werden. Im ersten Arbeitsgang fügen Sie das Übergangsstück mit dem Bodenablauf, im zweiten Schritt das Rohr mit dem Übergangsstück. Nicht genutzte Anschlüsse müssen dicht verschlossen werden. Eventuelle Blindstopfen mit Gewinde können ebenfalls eingeklebt werden. Ein Bodenablauf, der nach dem Einbetonieren undicht ist, lässt sich praktisch nicht mehr reparieren, deshalb hat saubere Verklebung hier oberste Priorität.

Edelstahl-Einbauteile und Korrosionsschutz
Beim Einsatz von Edelstahl-Einbauteilen ist darauf zu achten, dass kein Bewehrungskontakt besteht. Ratsam ist ein Mindestabstand von 5 cm zwischen Edelstahlbauteil und Bewehrungsstahl. Berührt das Edelstahlteil die Bewehrung, kann es im chloridhaltigen Beckenwasser zu Kontaktkorrosion und Lochfraß kommen. Aus demselben Grund werden Edelstahl-Bodenabläufe bei reinen Edelstahlbecken werkseitig oder vor Ort eingeschweißt statt verschraubt, denn verschraubte Edelstahlteile sind anfällig für Spaltkorrosion. Kupfer hat im Schwimmbadbereich nichts verloren, da Chlor Kupfer korrodiert und die Korrosionsprodukte Edelstahlbecken schädigen können.
Einbau in die Bodenplatte
Der Bodenablauf wird bündig in die Bodenplatte eingebaut. Bei der Höhe sind nachträgliche Ausgleichsmassen oder Estriche zu berücksichtigen, damit der Ablauf am Ende exakt mit der fertigen Beckensohle abschließt. Sinnvoll ist es, die Achsen des Bodenablaufs um 90 Grad zu einer der Schwimmbeckenachsen auszurichten. Je nach Bodenablauf sind die Schraubenachsen später sichtbar, eine saubere Ausrichtung wirkt deshalb auch optisch.
Um ein Verdrehen oder Abkippen zu vermeiden, ist es ratsam, den Bodenablauf ein bis zwei Tage vor dem Gießen der Bodenplatte in ein kleines Betonbett zu setzen, damit dieses beim Gießen bereits fest ist. Bei einer Bodenplatte aus WU-Beton ist dies gegebenenfalls nicht möglich und sollte mit dem Rohbauer abgesprochen werden. Der Beckenboden erhält idealerweise ein flaches Gefälle von 1 bis 2 Prozent in Richtung Ablauf, das das Entleeren erleichtert.

Normanforderungen und technische Eckdaten
Der Bodenablauf ist sicherheitsrelevant, weil an der Ansaugstelle ein Sog entsteht. Die DIN EN 13451-3 begrenzt diesen Sog und schreibt eine kindersichere Abdeckung vor. FKB-Standard ist ein Ablauf mit Anti-Vortex-Deckplatte, der die Bildung eines gefährlichen Saugstrudels verhindert.
| Parameter | Vorgabe | Hinweis |
|---|---|---|
| Strömungsgeschwindigkeit am Ablauf | max. 0,5 m/s | Einklemmschutz nach DIN EN 13451-3 |
| Öffnungsweite Gitterrost | max. 8 mm | Fingertest, kindersicher |
| Befestigung Abdeckung | nur mit Werkzeug lösbar | kein loses Gitter |
| Anschluss | DN 63 bis DN 110 | FKB-Standard DN 110 mit Anti-Vortex-Platte |
| Position | tiefster Punkt, nahe Stirnseite | Gefälle 1 bis 2 % zum Ablauf |
| Becken über 10 m Länge | 2 Bodenabläufe | gleichmäßige Anströmung, Sogteilung |
| Abstand zu Leitern | mind. 1,0 m | freie Anströmung |
| Mindestabstand Edelstahl zu Bewehrung | mind. 5 cm | Schutz vor Kontaktkorrosion |
Einbau Schritt für Schritt
1. Verrohren
Übergangsstück eindichten oder einkleben, Flexrohr anschließen, Klebestellen mindestens 12 Stunden aushärten lassen. Ungenutzte Anschlüsse mit Blindstopfen verschließen.
2. Positionieren und fixieren
Achsen 90 Grad zur Beckenachse ausrichten, ein bis zwei Tage vorher in ein Betonbett setzen, damit das Bauteil beim Gießen nicht verdreht oder abkippt.
3. Einbetonieren
Bündig in die Bodenplatte gießen, Ausgleichsmasse und Estrich einplanen. Bei WU-Beton das Vorgehen mit dem Rohbauer abstimmen.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Die meisten Probleme mit Bodenabläufen entstehen nicht im Betrieb, sondern beim Einbau. Ein typischer Fehler ist die mechanische Belastung der Klebestellen vor Ablauf der Aushärtezeit. Wer das frisch verklebte Übergangsstück zu früh bewegt oder das Flexrohr daran zieht, riskiert eine spätere Undichtigkeit, die unter der Bodenplatte nicht mehr zugänglich ist. Ebenso kritisch ist ein nicht verschlossener Anschluss: Jeder offene Stutzen muss vor dem Gießen dicht verschlossen sein, sonst dringt Beton oder Wasser ein.
Ein weiterer Fehler ist das ungenügende Fixieren. Wird der Ablauf nicht in ein Betonbett gesetzt, kann er beim Einbringen des Betons aufschwimmen, verdrehen oder abkippen. Das Ergebnis ist ein schief sitzender Ablauf mit ungleichmäßiger Sohle. Bei Edelstahlbauteilen wird der nötige Abstand zur Bewehrung oft unterschätzt. Direkter Bewehrungskontakt führt langfristig zu Lochfraß. Wer diese Punkte beim Einbau konsequent beachtet, erhält einen Bodenablauf, der über Jahrzehnte dicht und sicher arbeitet.
Wartung und Reinigung
Ist der Bodenablauf einmal korrekt eingebaut, ist der Wartungsaufwand gering. Die Anti-Vortex-Abdeckung sollte regelmäßig auf festen Sitz und auf Beschädigungen geprüft werden, da sie ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist. Lose oder gebrochene Abdeckungen werden sofort ersetzt. Ablagerungen am Gitter werden bei der normalen Beckenreinigung entfernt, damit der Durchfluss nicht behindert wird. Vor der Überwinterung wird der Bodenablauf zusammen mit der übrigen Verrohrung entleert, sofern das Becken nicht durchgehend mit Wasser überwintert. So bleibt die untere Wasserabnahme dauerhaft funktionsfähig und sicher. Bei Edelstahlabläufen empfiehlt sich zusätzlich eine gelegentliche Sichtprüfung auf erste Korrosionsspuren, vor allem dann, wenn das Becken mit Salzelektrolyse betrieben wird und der Chloridgehalt entsprechend höher liegt als bei reiner Flüssigchlorung.
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Fragen & Antworten: Einbauhinweise Bodenablauf
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Was findet man in der Kategorie Einbauhinweise Bodenablauf?
In der Kategorie Einbauhinweise Bodenablauf finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Einbauhinweise Bodenablauf: So gelingt die fachgerechte Installation, optimale Zirkulation und Sicherheit beim Schwimmbadbau. -
Welche Vorteile bietet Einbauhinweise Bodenablauf?
Der Nutzen von Einbauhinweise Bodenablauf liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Was ist bei der Installation von Einbauhinweise Bodenablauf zu beachten?
Das PVC-Flexrohr wird über ein Übergangstück in den BA montiert. -
Für wen ist Einbauhinweise Bodenablauf besonders interessant?
Geeignet ist Einbauhinweise Bodenablauf besonders für private und gewerbliche Anwender. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Platzangebot, technischer Ausstattung und Budget ab.