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Einbauhinweise für Rotgusseinbauteile
Rotguss ist eine korrosionsbeständige Kupferlegierung aus der Familie der Bronzen, die im Schwimmbadbau seit Langem als hochwertiger Werkstoff für Einbauteile geschätzt wird. Einströmdüsen, Skimmeranschlüsse, Bodenabläufe und Mauerdurchführungen aus Rotguss sind robust, formstabil und für den dauerhaften Verguss im Beton bestens geeignet. Ihre goldbronzene Oberfläche ist unempfindlich gegenüber dem chlorhaltigen Beckenwasser und behält über viele Jahre ihre Funktion. Damit dieser Vorteil voll zum Tragen kommt, muss der Einbau jedoch sorgfältig und materialgerecht erfolgen.
Anders als bei reinen Kunststoffteilen entscheidet bei Metalleinbauteilen die Verarbeitung darüber, ob die Oberfläche dauerhaft sauber bleibt oder ob sich Fremdrost und Korrosionsstellen bilden. Schon kleinste Reste unlegierten Eisens, etwa von ungeeignetem Werkzeug, können auf der Rotgussoberfläche zu unschönen Rostspuren führen. Auch der Abstand zur Bewehrung und die Wahl der Befestigungsmittel sind keine Nebensächlichkeiten, sondern wirken sich unmittelbar auf die Lebensdauer aus.
Die folgenden Einbauhinweise fassen zusammen, worauf beim Verarbeiten von Rotgusseinbauteilen zu achten ist. Sie richten sich an Rohbauunternehmen, Schwimmbadbauer und Bauleitungen und ergänzen die jeweilige Produktdokumentation. Im Zweifel gilt immer die mitgelieferte Montageanleitung des Herstellers.
Was Rotguss-Einbauteile auszeichnet
Rotguss verbindet die gute Gießbarkeit und Bearbeitbarkeit von Kupferlegierungen mit einer hohen Beständigkeit gegen Wasser und Witterung. Für einbetonierte Anwendungen ist das ideal, weil das Bauteil über Jahrzehnte fest im Beton verbleibt und nicht ohne Weiteres ausgetauscht werden kann. Ein hochwertiger, korrosionsbeständiger Werkstoff ist hier also nicht Luxus, sondern Voraussetzung für eine lange Nutzungsdauer der gesamten Anlage. Rotgussteile werden bevorzugt in Beton- und Folienbecken eingesetzt, wo sie an den Durchdringungen der Beckenwand für eine dauerhaft dichte und stabile Verbindung sorgen.
Wie jedes metallische Einbauteil ist auch Rotguss empfindlich gegenüber dem Kontakt mit unedleren Metallen. Treffen unterschiedliche Metalle in feuchter, salzhaltiger Umgebung aufeinander, kann es zu Kontaktkorrosion kommen, bei der das unedlere Metall beschleunigt abgetragen wird. Genau aus diesem Grund stammen die wichtigsten Einbauregeln: Sie sollen verhindern, dass artfremde Metalle mit dem Rotguss in Berührung kommen oder dass Eisenpartikel auf der Oberfläche zurückbleiben.
Ein weiterer Vorteil der Rotgussteile liegt in ihrer Maßhaltigkeit und Belastbarkeit. Die kräftigen Gehäuse und Flansche halten den Kräften beim Verdichten des Betons stand und behalten ihre Form, sodass die späteren Anschlüsse exakt passen. Weil ein einbetoniertes Teil über die gesamte Lebensdauer des Beckens im Bauwerk verbleibt, sollte seine Position bereits in der Planung festgelegt und mit dem Rohbauunternehmen abgestimmt sein. Nachträgliche Korrekturen wären nur durch aufwendiges Aufstemmen des Betons möglich. Eine sorgfältige Einweisung der ausführenden Gewerke vor Beginn der Rohbauarbeiten zahlt sich deshalb unmittelbar in Dichtheit und Langlebigkeit aus.
Einbauhinweise im Detail
Beim Einbau von Rotgusseinbauteilen sind die folgenden Hinweise zu beachten. Sie sollten bereits in der Ausschreibung an das ausführende Gewerk weitergegeben und auf der Baustelle konsequent eingehalten werden.
Zunächst müssen alle Gewinde, Rohranschlüsse und Flanschflächen abgeklebt werden, um sie vor Verunreinigungen durch Beton, Mörtel und Spachtelmasse zu schützen. Eindringender Zementschlamm in einem Gewinde lässt sich später nur schwer entfernen und kann den dichten Anschluss der Folge-Komponenten verhindern. Das Abkleben mit geeignetem Klebeband vor der Betonage ist deshalb der erste und einfachste Schutz.
Um jedes Rotgusseinbauteil ist ein Bewehrungsabstand von mindestens 5 cm einzuhalten. Die Stahlbewehrung des Betons darf nicht unmittelbar am Rotgussteil anliegen, um Kontaktkorrosion zwischen den beiden Metallen zu vermeiden und einen sauberen, vollständigen Verguss rund um das Einbauteil sicherzustellen. Die folgende Abbildung verdeutlicht den einzuhaltenden Abstand zur Armierung.

Bei Arbeiten im Bereich des Schwimmbeckens, etwa beim Zuschneiden von Beckenrandsteinen mit dem Trennschleifer, müssen alle Einbauteile vor Funkenflug und Schleifstaub geschützt werden. Die glühenden Eisenpartikel des Funkenflugs können sich in der Rotgussoberfläche festsetzen und dort zu Fremdrost führen. Ein einfaches Abdecken der Einbauteile während solcher Arbeiten genügt, um diesen Schaden zu vermeiden.
Einbauteile aus Rotguss dürfen ausschließlich mit Edelstahl-Werkzeug montiert werden. Wird Werkzeug aus unlegiertem oder niedrig legiertem Stahl verwendet, können kleinste Metallreste auf der Oberfläche zurückbleiben, die anschließend rosten. Dieser Fremdrost stammt nicht aus dem Rotguss selbst, sondern aus den anhaftenden Eisenpartikeln, sieht aber wie eine Korrosion des Einbauteils aus und lässt sich nur mühsam wieder entfernen.
Für die Befestigung dürfen nur die mitgelieferten Befestigungsmittel verwendet werden. Sind diese nicht vorhanden, kommen ausschließlich Schrauben aus Edelstahl in der hochwertigen A4-Qualität zum Einsatz. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schraubenlänge bei Sacklöchern nicht zu groß gewählt wird, damit die Schraube nicht aufsitzt und das Gewinde beschädigt. Auf das Gewinde sollte als Trennmittel Silikonfett oder ein vergleichbares Mittel aufgetragen werden, das ein Festsetzen verhindert. Die Edelstahlschrauben werden mit Gefühl angezogen und nicht zu fest, um Gewinde und Bauteil nicht zu überlasten.
| Einbauschritt | Maßnahme | Zweck |
|---|---|---|
| Vor der Betonage | Gewinde, Anschlüsse und Flansche abkleben | Schutz vor Beton und Mörtel |
| Bewehrung verlegen | mindestens 5 cm Abstand zum Einbauteil | Kontaktkorrosion vermeiden, sauberer Verguss |
| Trennarbeiten in Beckennähe | Einbauteile vor Funkenflug abdecken | kein Fremdrost durch Eisenpartikel |
| Montage | nur Edelstahl-Werkzeug verwenden | keine Eisenrückstände auf der Oberfläche |
| Verschraubung | mitgelieferte Mittel oder Edelstahl A4, Silikonfett, nicht zu fest | dichte, schadensfreie Verbindung |
Fremdrost, Kontaktkorrosion und Potentialausgleich
Der Begriff Fremdrost beschreibt Rost, der nicht vom Bauteil selbst ausgeht, sondern durch von außen eingetragene Eisenpartikel entsteht. Bei Rotguss ist das die häufigste Ursache für rostbraune Flecken, denn die Legierung selbst rostet nicht. Werden die genannten Regeln zu Werkzeug, Funkenflug und Befestigungsmitteln eingehalten, bleibt die Oberfläche dauerhaft frei von solchen Verfärbungen. Bereits entstandener Fremdrost lässt sich in vielen Fällen mit geeigneten Reinigern entfernen, solange er rechtzeitig erkannt wird.
Von der oberflächlichen Verschmutzung zu unterscheiden ist die echte Kontaktkorrosion, die entsteht, wenn zwei verschiedene Metalle dauerhaft leitend verbunden sind. Der gebotene Abstand zur Bewehrung und die Verwendung passender Edelstahl-Befestigungsmittel beugen dieser Korrosionsart vor. Zu beachten ist außerdem, dass metallische Einbauteile in den elektrischen Potentialausgleich der Schwimmbadanlage einzubinden sind. Dieser Schutz gehört in die Hand einer Elektrofachkraft und richtet sich nach den einschlägigen Vorschriften für elektrische Anlagen im Bereich von Schwimmbädern. Bei der Materialauswahl und der korrekten Einbindung Ihrer Einbauteile unterstützen wir Sie gern mit unserer Erfahrung aus dem Schwimmbadbau.
Rotguss als Werkstoff
Mehr zu den Eigenschaften und Einsatzbereichen von Rotgusseinbauteilen und ihrer Abgrenzung zu Edelstahl- und Kunststoffteilen.
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Fragen & Antworten: Einbauhinweise Rotgusseinbauteile
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Was findet man in der Kategorie Einbauhinweise Rotgusseinbauteile?
In der Kategorie Einbauhinweise Rotgusseinbauteile finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. So schützen Sie Gewinde/Oberflächen & vermeiden Fremdrost beim Einbau von Rotgusseinbauteilen. -
Welche Vorteile bietet Einbauhinweise Rotgusseinbauteile?
Der Nutzen von Einbauhinweise Rotgusseinbauteile liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Welches Zubehör gehört zum Bereich Einbauhinweise Rotgusseinbauteile?
Zuschneiden von Beckenrandsteinen) müssen alle Einbauteile vor Funkenflug oder ähnlichen geschützt werden. -
Worauf sollte man bei Einbauhinweise Rotgusseinbauteile achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt.