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Einbauhinweise für Attraktionen
Attraktionen wie Gegenstromanlagen, Schwallduschen, Luftsprudelsitze, Massageanlagen oder Unterwasserscheinwerfer erweitern den Nutzwert eines Schwimmbeckens erheblich. Sie machen aus einem einfachen Becken eine Wellness- und Sportanlage. Anders als die hydraulischen Grundeinbauteile werden Attraktionen jedoch oft erst spät geplant, obwohl ihre Position, ihre Einbauhöhe und ihr Stromanschluss bereits in der Rohbauphase feststehen müssen. Ein nachträglicher Einbau in eine fertig betonierte oder laminierte Beckenwand ist mit erheblichem Mehraufwand verbunden und in vielen Fällen gar nicht mehr sauber umzusetzen.
Der Einbau der verschiedenen Attraktionen sollte deshalb bereits in der Planungsphase des Pools mitgedacht werden. Auf Kundenwunsch zeichnen wir alle relevanten Planungsdetails in unserer Fachplanung auf und dokumentieren sie verbindlich für Bauleitung und ausführende Gewerke. So sind die Wanddurchbrüche, Verstärkungen, Leerrohre und Elektroanschlüsse vor dem Betonieren festgelegt und es entstehen keine kostspieligen Nacharbeiten.
Die folgenden Hinweise fassen zusammen, worauf beim Einbau der gängigen Attraktionen ankommt: von der richtigen Höhenposition über die Wandverstärkung bis zur normgerechten Elektroinstallation nach DIN VDE 0100-702.
Planung vor dem Betonieren
Jede Attraktion durchdringt die Beckenwand und muss abdichtend und dauerhaft befestigt sein. Anders als ein Skimmer oder eine Einlaufdüse bringen Attraktionen zusätzliche Lasten, Vibrationen oder Stromanschlüsse mit, die in der Wandkonstruktion berücksichtigt werden müssen. Eine Gegenstromanlage erzeugt im Betrieb einen kräftigen Rückstoß, eine Massageanlage benötigt einen Luftanschluss, und jeder Unterwasserscheinwerfer braucht ein Leerrohr für die Verkabelung. Alle diese Punkte gehören in die Schal- und Bewehrungsphase, nicht in die Endmontage.

Informationen zu den einzelnen Produkten liefert auch der jeweilige Hersteller. Wichtig ist dabei ein häufig übersehenes Detail: Bei der Angabe der Höhenposition beziehen sich die meisten Hersteller auf das Maß zur Wasserlinie und nicht zur Beckenoberkante. Wer diese Bezugsebene verwechselt, setzt die Attraktion mehrere Zentimeter zu hoch oder zu tief. Bei Folienbecken liegt der Sollwasserspiegel typischerweise auf Wandhöhe minus 150 mm, beim Skimmerbecken rund 80 mm unter der Beckenoberkante. Die Einbauhöhe ist deshalb immer auf den fertigen Wasserstand zu beziehen und mit dem Nivelliergerät zu kontrollieren.
Gegenstromanlagen
Die Gegenstromanlage erzeugt eine Wasserströmung, gegen die der Schwimmer anschwimmen kann. Sie besteht aus einer Einströmeinheit in der Beckenwand und einem eigenen Pumpenaggregat. Die Einbauhöhe liegt bei den meisten Modellen zwischen 300 und 600 mm unter dem Wasserstand – gemessen zur Mitte der Düse. Die Wand muss an dieser Stelle besonders stabil sein: Bei Beton genügt die normale Wandstärke, bei GFK- oder PP-Becken ist eine Verstärkungsplatte zu laminieren oder zu verschweißen, damit der Rückstoß des Strahls die Wand nicht überlastet.
Damit eine Gegenstromanlage wirksam ist, braucht das Becken eine ausreichende Freiwasserlänge. Ab etwa 4 m Länge entsteht eine nutzbare Strömung, optimal sind 6 m und mehr. Die Anlage benötigt einen eigenen Elektroanschluss und wird nicht über die Steuerung der Filteranlage geführt. Je nach Bauart und gewünschter Strömung kommen unterschiedliche Leistungsklassen zum Einsatz.
| Typ | Leistung Pumpe | Förderstrom | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Kompakteinheit (Düse aus Filterkreis) | ohne eigene Pumpe | 20–40 m³/h | einfache Schwimmhilfe |
| Badu Jet Classic | 2,0 kW | 60 m³/h | Standard-Privatbecken |
| Badu Jet Comfort | 3,5 kW | 80 m³/h | komfortable Strömung |
| Badu Jet Sport | 5,5 kW | 120 m³/h | sportliches Training |
Die Einströmgeschwindigkeit liegt bei kompakten Einheiten bei 1,5 bis 2,5 m/s, bei professionellen Anlagen bis 4,0 m/s. Weitere Details zu den verschiedenen Bauformen finden Sie unter Gegenstromanlagen mit Pumpe.
Schwallduschen und Wasserschwall
Schwallduschen und Wasserschwälle werden auf dem Beckenkopf oder an einer angrenzenden Wand montiert. Auch ihr Einbau sollte im Vorfeld betrachtet werden, da ein nachträgliches Anschließen und Befestigen auf dem fertigen Beckenrand mit erheblichem Mehraufwand verbunden ist. Die Versorgungsleitung wird in der Regel aus dem Druckkreis der Umwälzpumpe oder über eine separate Pumpe gespeist. Der Wasseraustritt liegt deutlich über dem Wasserspiegel, damit der namensgebende Schwalleffekt entsteht.

Wichtig ist die frühzeitige Festlegung der Leitungsführung im Beckenkopf: Das Versorgungsrohr muss vor dem Verlegen der Beckenrandsteine eingebaut sein. Bei Folienbecken ist auf eine saubere Wanddurchführung mit Folienflansch zu achten, damit die Abdichtung dauerhaft dicht bleibt.
Massageanlagen und Luftsprudelsitze
Massageanlagen und Luftsprudelsitze arbeiten mit einem Luft-Wasser-Gemisch und benötigen neben dem Wasseranschluss auch eine Luftversorgung über einen Kompressor oder eine Luftpumpe. Die Düsen erzeugen je nach Bauart einen Druck zwischen 0,3 und 1,5 bar. Massagedüsen sitzen üblicherweise in der Wand auf Sitz- oder Liegehöhe, Luftsprudelsitze und Bodensprudler werden in die Sitzfläche oder den Beckenboden integriert.

| Düsentyp | Funktion | Druckbereich | Versorgung |
|---|---|---|---|
| Wanddüse (Wasser) | Wasserstrahl-Massage | 0,5–1,5 bar | nur Wasser |
| Luftdüse (Luft-Wasser) | Sprudelmassage | 0,3–0,8 bar | Wasser + Luftpumpe |
| Rotations-Hydrojet | rotierende Massage | 0,5–1,0 bar | Wasser + Luft |
| Luftsprudelsitz / Boden | aufsteigende Luftblasen | 0,3–0,6 bar | Kompressor / Gebläse |
Da diese Attraktionen einen zusätzlichen Luftschlauch führen, muss das Leerrohr für die Luftleitung vor dem Betonieren eingelegt werden. Der Kompressor oder das Gebläse steht im Technikraum außerhalb der elektrischen Schutzzonen. Eine ausführliche Übersicht der Anlagen finden Sie unter Luftsprudel für Sitzfläche und Boden.
Elektrische Attraktionen und Beleuchtung
Unterwasserscheinwerfer und andere elektrische Attraktionen unterliegen den besonderen Schutzanforderungen für Schwimmbäder nach DIN VDE 0100-702. Im Wasser (Schutzzone 0) ist ausschließlich Schutzkleinspannung mit 12 V SELV zulässig, die Leuchten müssen die Schutzart IP68 erfüllen. Bis 2 m vom Beckenrand (Schutzzone 1) ist ebenfalls SELV oder ein FI-Schutzschalter mit 30 mA vorgeschrieben. Ein 230-V-Anschluss im Beckenbereich ist nicht zulässig.
| Schutzzone | Bereich | Anforderung |
|---|---|---|
| Zone 0 | im Wasser | 12 V SELV, IP68 |
| Zone 1 | bis 2 m vom Rand | SELV oder 30 mA FI |
| Zone 2 | ab 2 m vom Rand | Anschlusskasten, Trafo |
Die Verkabelung wird grundsätzlich in einem Leerrohr geführt und nicht frei im Beton verlegt, damit defekte Leuchtmittel später ohne Stemmarbeiten ausgetauscht werden können. Der Anschlusskasten und der Transformator gehören außerhalb der Schutzzonen in den Technikraum. Bei Folienbecken wird die Leuchtennische mit einem Folienflansch abgedichtet.
Häufige Einbaufehler vermeiden
1 – Höhenbezug verwechselt
Hersteller geben das Maß zur Wasserlinie an, nicht zur Beckenoberkante. Wer den Bezug verwechselt, setzt die Attraktion zu hoch oder zu tief. Immer auf den fertigen Wasserstand beziehen und nivellieren.
2 – Beckenkopf nicht vorbereitet
Schwallduschen auf dem Beckenkopf lassen sich nachträglich kaum sauber anschließen. Versorgungsleitung und Befestigung vor dem Verlegen der Randsteine einplanen.
3 – Leerrohr vergessen
Luftleitungen und Stromkabel brauchen ein Leerrohr in der Wand. Fehlt es, ist nach dem Betonieren keine Verkabelung mehr möglich. Alle Leerrohre in der Bewehrungsphase einlegen.
Wie bei allen Einbauteilen gilt: Jede Wanddurchdringung muss dauerhaft abgedichtet sein. Bei Folienbecken bleibt die Folie geschlossen und wird zwischen Flansch und Gegenflansch durch Klemmdruck abgedichtet, bei Fliesenbecken erfolgt die Abdichtung über das einbetonierte Bauteil mit Flüssigabdichtung und sorgfältiger Verfugung. Nach der Befüllung gehört zu jeder Attraktion eine Sichtkontrolle auf Dichtheit über 24 Stunden. Grundlagen zur Wanddurchführung und Abdichtung finden Sie auch unter Einbauhinweise Bodenablauf.
Bei FKB beraten wir Sie persönlich zur passenden Auswahl und zur fachgerechten Einbauplanung Ihrer Attraktionen – von der Positionierung in der Beckenwand über die Wandverstärkung bis zur normgerechten Elektroinstallation. So vermeiden Sie teure Nacharbeiten und erhalten eine dauerhaft dichte, sichere Anlage.
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Fragen & Antworten: Einbauhinweise für Attraktionen
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Was findet man in der Kategorie Einbauhinweise für Attraktionen?
In der Kategorie Einbauhinweise für Attraktionen finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Tipps für den Einbau von Pool-Attraktionen wie Gegenstromanlagen und Schwallduschen. -
Welche Vorteile bietet Einbauhinweise für Attraktionen?
Der Nutzen von Einbauhinweise für Attraktionen liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Worauf sollte man bei der Auswahl von Einbauhinweise für Attraktionen achten?
Jedoch ist bei der Angabe der Höhenposition zu beachten das die meisten Hersteller das Maß zur Wasserlinie angeben. -
Worauf sollte man bei Einbauhinweise für Attraktionen achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt.