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Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile
Kunststoffeinbauteile aus ABS sind die Standardlösung für Folienbecken und für viele Beton- und Fliesenbecken. Dazu zählen Skimmer, Einlaufdüsen, Bodenabläufe und Wanddurchführungen – alle wasserführenden Bauteile, die fest in die Beckenwandung eingebaut werden und die Verbindung zwischen Becken und Rohrleitungssystem herstellen. ABS ist chlor- und salzwasserbeständig, leicht zu verarbeiten und korrosionsfrei. Damit die Einbauteile dauerhaft dicht bleiben, kommt es auf eine saubere Montage an: Jedes Bauteil durchdringt die Beckenwand, und ein Fehler an dieser Stelle führt zu Undichtigkeiten, die im laufenden Betrieb schwer zu lokalisieren und teuer zu sanieren sind.
Die folgenden Hinweise fassen zusammen, worauf beim Einbau von Kunststoffeinbauteilen zu achten ist. Sie gelten unabhängig vom Bauteiltyp und ergänzen die jeweiligen Herstellervorgaben, die immer Vorrang haben. Grundsätzlich gilt: Kunststoff verzeiht weniger Kraft als Metall – zu fest angezogene Schrauben sprengen das Material, falsche Befestigungsmittel korrodieren oder verspannen das Bauteil. Sorgfalt bei der Vorbereitung zahlt sich über die gesamte Lebensdauer des Beckens aus. Die wenigen Minuten, die das saubere Abkleben und das korrekte Verschrauben kosten, sind im Verhältnis zu einer späteren Leckage-Suche hinter Folie oder Beton vernachlässigbar gering.
Die wichtigsten Einbauregeln
Beim Einbau von Kunststoffeinbauteilen sollten Sie die folgenden Punkte beachten, bevor das Bauteil endgültig fixiert und einbetoniert oder hinter der Folie verschlossen wird:
1 – Gewinde schützen
Alle Gewinde, Rohranschlüsse und Flanschflächen vor der Montage abkleben, um sie vor Beton, Mörtel und Verschmutzung zu schützen. Verunreinigte Dichtflächen werden später undicht.
2 – Richtige Befestigung
Ausschließlich die mitgelieferten Befestigungsmittel verwenden. Fehlen sie, nur Edelstahl in A4-Qualität (V4A) einsetzen. Bei Sacklöchern auf die Schraubenlänge achten, damit das Bauteil nicht gesprengt wird.
3 – Trennmittel und Anzug
Auf das Gewinde der Edelstahlschrauben Silikonfett oder ein vergleichbares Trennmittel auftragen. Die Schrauben nicht zu fest anziehen – Kunststoff reißt bei Überlast.
Warum Edelstahl in A4-Qualität? Schwimmbadwasser enthält Chlorid, das einfache Edelstähle (A2/V2A) durch Lochfraß angreift. A4-Schrauben (Werkstoff 1.4401, umgangssprachlich V4A) sind deutlich korrosionsbeständiger und für den dauerhaften Kontakt mit Beckenwasser geeignet. Das Silikonfett auf dem Gewinde wirkt als Trennmittel: Es verhindert, dass die Schraube im Kunststoff festfrisst, und erleichtert ein späteres Lösen bei Wartung oder Sanierung. Beim Anzug gilt handfest plus eine kleine Vierteldrehung – das reicht, um die Dichtung anzupressen, ohne den Flansch zu verspannen.
Welche Einbauteile aus Kunststoff verbaut werden
Unter dem Begriff Kunststoffeinbauteile fasst man alle wasserführenden ABS-Bauteile zusammen, die fest in Beckenwand oder Beckenboden sitzen. Sie gliedern sich in drei Gruppen: die Wasserabnahme über Skimmer und Bodenabläufe, die Wassereinspeisung über Einström- und Bodendüsen sowie Sonderfunktionen wie Massagedüsen oder Anschlüsse für Attraktionen. Typische Vertreter im FKB-Sortiment sind der AquaViva Einlochskimmer in ABS mit DN-63-Anschluss, die Kripsol Einströmdüse DN 32 in weißem ABS für Folienbecken sowie der AquaViva Bodenablauf DN 110 mit normkonformer Anti-Vortex-Deckplatte. Allen gemeinsam ist der Werkstoff ABS: chemisch beständig gegen Chlor und Desinfektionsmittel, formstabil und im Gegensatz zu Metall völlig korrosionsfrei.
Gerade weil ABS so beständig ist, wird es für Folienbecken zur ersten Wahl. Hier muss das Einbauteil die Folie sicher einklemmen, ohne sie zu verletzen, und über viele Jahre dicht halten. Anders als bei Edelstahl- oder Rotguss-Einbauteilen entstehen an ABS keine Korrosionsablagerungen, die Dichtflächen angreifen könnten. Im Vergleich zu Metallbauteilen ist allerdings die mechanische Belastbarkeit geringer: Kunststoffgewinde reagieren empfindlich auf zu hohe Anzugsmomente, und ungeeignete oder zu lange Schrauben sprengen das Material. Deshalb sind die Vorgaben zu Befestigungsmitteln, Schraubenlänge und Anzug keine Formalität, sondern entscheiden über die Dichtheit und Lebensdauer des Bauteils.
Abdichtung nach Beckentyp
Wie das Kunststoffeinbauteil gegen die Beckenwand abgedichtet wird, hängt vom Beckenaufbau ab. Die Abdichtung ist der kritische Punkt jeder Wanddurchdringung, weil hier Becken-, Folien- oder Fliesenebene auf das Rohrleitungssystem treffen.
| Beckentyp | Abdichtungsprinzip | Hinweis |
|---|---|---|
| Beton + Folie | Folienflansch zwischen Flansch und Gegenflansch eingeklemmt | Folie bleibt geschlossen, Abdichtung durch Klemmdruck |
| Beton + Fliesen | Einbetoniertes Bauteil + Flüssigabdichtung + Verfugung | Keine Hohlräume hinter dem Bauteil zulassen |
| PP-Becken | Material-identische Bauteile, verschweißt | Gleiche Werkstoffbasis wie das Becken |
Beim Folienbecken übernimmt der zweiteilige Folienflansch die Abdichtung: Die Folie wird zwischen Flansch und Gegenflansch eingeklemmt, der Klemmdruck der gleichmäßig angezogenen Schrauben sorgt für die Dichtheit. Genau deshalb ist hier das gleichmäßige, nicht zu feste Anziehen so wichtig – ein einseitig verspannter Flansch erzeugt Falten in der Folie und damit Leckagepfade. Beim Fliesenbecken wird das Bauteil einbetoniert und zusätzlich über eine Flüssigabdichtung sowie eine saubere Verfugung dauerhaft dicht angeschlossen. Hohlräume hinter dem Bauteil sind zu vermeiden, weil sich dort Wasser sammeln und über die Zeit unbemerkt Schäden verursachen kann.
Vorbereitung und Reihenfolge
Die Position der Einbauteile wird bereits in der Rohbauphase festgelegt. Skimmer und Wanddurchführungen müssen vor dem Betonieren oder Laminieren in ihrer endgültigen Lage fixiert sein; nachträgliche Korrekturen sind nur mit erheblichem Aufwand möglich. Vor dem Einsetzen werden die Dichtflächen kontrolliert und die mitgelieferten Dichtungen auf festen Sitz geprüft. Die Rückseite eines Skimmers etwa muss mindestens 15 cm in die Wandkonstruktion ragen, damit das Anschlussrohr DN 50 oder DN 63 sauber ab Wandhinterkante geführt werden kann. Ebenso werden die Anschlüsse der Einström- und Bodendüsen bereits in dieser Phase festgelegt, da die Leerrohre vor der Betonage oder der Hinterfüllung in der Wand liegen müssen. Eine sorgfältige Maßkontrolle vor dem Verschließen verhindert, dass Bauteile später nicht fluchten oder Rohrbögen nicht passen.
Nicht genutzte Anschlüsse werden mit dem mitgelieferten Blindstopfen und Teflonband verschlossen, da die werkseitigen Flanschdichtungen bei der Montage häufig beschädigt werden. Eine Holzschaltafel dient als Schalungshilfe und hält das Bauteil während der Betonage in Position. Nach dem Anschluss aller Leitungen empfiehlt sich eine Dichtheitsprüfung, bevor die Wand endgültig verschlossen wird – in diesem Stadium lassen sich Undichtigkeiten noch ohne Aufwand beheben.
Ein praktischer Vorteil von Kunststoffeinbauteilen zeigt sich bei späteren Wartungs- oder Sanierungsarbeiten. Weil die Schrauben mit Silikonfett als Trennmittel montiert wurden und nicht korrodieren, lassen sich Flansche und Blenden auch nach Jahren wieder zerstörungsfrei lösen. Bei Edelstahlschrauben ohne Trennmittel oder bei einfachen Stahlschrauben ist das oft nicht mehr möglich – festgefressene oder verrostete Verbindungen müssen aufgebohrt werden, was das Bauteil zerstört. Wer beim Einbau sauber arbeitet, erspart sich also nicht nur sofortige Leckagen, sondern auch teure Folgekosten. Bei FKB beraten wir Sie persönlich zur richtigen Auswahl und zum fachgerechten Einbau der Kunststoffeinbauteile und stimmen Bauteile, Befestigung und Abdichtung auf Ihren Beckentyp ab.
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Fragen & Antworten: Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile
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Was findet man in der Kategorie Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile?
In der Kategorie Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Tipps für sicheren Einbau und Befestigung von Kunststoffeinbauteilen. -
Welche Vorteile bietet Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile?
Der Nutzen von Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Worauf sollte man bei Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt. -
Für wen ist Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile besonders interessant?
Geeignet ist Einbauhinweise Kunststoffeinbauteile besonders für private und gewerbliche Anwender. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Platzangebot, technischer Ausstattung und Budget ab.