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Aushub für das Betonbecken
Der Aushub ist der erste sichtbare Bauabschnitt beim Schwimmbadbau und legt die geometrische und statische Basis für alle folgenden Gewerke. Die Maße der Baugrube ergeben sich aus dem geplanten Beckenmaß, der Stärke der Wände und Bodenplatte sowie dem erforderlichen Arbeitsraum für die Schalung, die Bewehrung und gegebenenfalls die Folienauskleidung. Wer hier knapp aushebt, spart wenige Stunden Bagger-Zeit, riskiert aber teure Nacharbeiten an Schalung und Verrohrung.
Bei einem klassischen Betonbecken mit Folienauskleidung rechnen wir mit einem Übermaß von 50 bis 60 cm pro Seite gegenüber dem späteren Becken-Innenmaß. Bei einem 8,0 × 4,0 m Becken mit 1,5 m Wassertiefe bedeutet das eine Baugrube von rund 9,0 × 5,0 m mit einer Aushubtiefe von etwa 2,0 m unter der späteren Beckenrand-Höhe. Daraus ergeben sich rund 90 m³ Aushubvolumen, je nach Bodenbeschaffenheit und Sicherheitsabständen für den Böschungswinkel.
Die Reihenfolge der Arbeiten ist klar: Vermessen und Abstecken des Beckens und der Baugrube, Aushub und Abfuhr der Erde, Untergrund verdichten und einen Sauberkeitsbeton oder eine Sand-Tragschicht herstellen, dann erst die Bodenplatte einschalen und bewehren. Wer eine Wärmepumpe einplant, denkt im selben Zug an die Leerrohre und die Versorgungsleitungen zum Technikraum, weil diese vor dem Schließen der Baugrube verlegt werden müssen.
Maße der Baugrube und Aushubvolumen
Die Auslegung der Baugrube folgt einer klaren Regel: Becken-Außenmaß plus Wandstärke plus Arbeitsraum plus Sicherheitsraum für den Böschungswinkel. Die folgende Tabelle zeigt die FKB-Standardwerte für ein klassisches Betonbecken mit Folienauskleidung, die in den meisten Privatgrundstücken anwendbar sind. Bei Sonderfällen wie sehr engen Grundstücken oder schwierigem Untergrund weichen die Werte ab.
| Parameter | Skimmerbecken | Überlaufbecken | Einheit |
|---|---|---|---|
| Übermaß pro Seite (Arbeitsraum) | 40 bis 50 | 50 bis 60 | cm |
| Aushubtiefe unter Beckenboden | 30 bis 40 | 30 bis 40 | cm |
| Wassertiefe Standard | 1,40 bis 1,50 | 1,40 bis 1,80 | m |
| Bodenplatte Stärke | 20 | 25 bis 30 | cm |
| Wandstärke Beton | 20 bis 25 | 25 bis 30 | cm |
| Aushubvolumen 8 × 4 m Becken | ca. 85 bis 95 | ca. 95 bis 110 | m³ |
Das tatsächliche Aushubvolumen hängt zusätzlich vom Böschungswinkel ab. Bei standfestem Boden wie verdichtetem Lehm oder gewachsenem Sand kann der Aushub fast senkrecht geführt werden, bei nicht standfestem Boden wie aufgeschüttetem Material muss die Baugrube mit etwa 60 Grad Böschungswinkel oder einem Verbau angelegt werden. Beim Verbau mit Spundwänden oder Trägerbohlwänden wird zwar zusätzlich Geld investiert, dafür kann die Grube an enge Nachbargrenzen herangeführt werden.
Untergrund, Tragfähigkeit und Drainage
Der Untergrund unter der späteren Bodenplatte muss tragfähig sein. Die DIN EN 1997 fordert für Schwimmbecken einen tragfähigen, verdichteten Untergrund. Bei klassischem Aushub im gewachsenen Boden ist diese Anforderung meist mit einer Verdichtung und einer 20 cm dicken Sauberkeitsschicht aus Magerbeton C8/10 erfüllt. Bei aufgeschüttetem oder bindigem Boden ist eine bodenmechanische Beurteilung sinnvoll, weil das Beckengewicht plus die Auftriebskräfte erheblich sind.
Ein 8 × 4 × 1,5 m Becken enthält rund 48 m³ Wasser und wiegt damit 48 Tonnen, dazu kommt die Bodenplatte mit 7 bis 8 Tonnen Eigengewicht. Diese Last verteilt sich auf etwa 35 m² Bodenfläche, der mittlere Bodendruck liegt bei rund 16 kN/m². Diese Last ist für die meisten gewachsenen Böden unkritisch, kann aber bei sehr weichen Untergründen zu Setzungen führen. Setzungen mit mehr als 5 mm Differenz auf 10 m Länge können die Beckenwand rissig werden lassen.
Drainage gehört zwingend zur Planung. Wenn das Grundwasser hoch steht oder bei Starkregen Hangwasser am Becken anfällt, drücken Auftriebskräfte das leere Becken nach oben. Ein Becken mit 60 m³ Beckenvolumen erzeugt im leeren Zustand bis zu 60 Tonnen Auftrieb. Die Drainage führt das Wasser kontrolliert ab und mindert den Auftriebsdruck. Bei FKB planen wir die Drainage immer mit einem Drainrohr DN 100 in einer Kies-Packung um die Bodenplatte und einem Kontrollschacht außerhalb des Beckens.
Logistik, Aushubmaterial und Wiedereinbau
Bei einer Aushubmenge von 80 bis 110 m³ rechnen Sie mit 8 bis 12 LKW-Fuhren für die Abfuhr. Auf dem Grundstück fallen je nach gewachsenem Boden zwei bis drei Tage Bagger-Arbeit an, dazu kommen die Vermessungs- und Absteck-Arbeiten am Vortag. Ein Mobilbagger mit 12 bis 18 Tonnen Einsatzgewicht ist die typische Maschine, bei sehr engen Grundstücken oder schwer zugänglichen Lagen kommen Minibagger mit 5 bis 8 Tonnen zum Einsatz. Diese sind langsamer, kommen aber durch Gartentore und um Bestandsbauten.
Das Aushubmaterial kann teilweise wiederverwendet werden. Wertvoller Mutterboden aus den ersten 30 cm wird abgetragen und in einer Miete neben der Baugrube zwischengelagert, der untere Boden geht in die Deponie oder kann für die spätere Hinterfüllung des Beckens verwendet werden. Aber Vorsicht: Für die Hinterfüllung zwischen Beckenwand und Erdreich darf nur frostsicheres, verdichtbares Material verwendet werden. Bindiger Lehm oder humusreicher Boden ist hier ungeeignet, weil er die Wand seitlich unkontrolliert belasten kann.
Die Entsorgung des überschüssigen Bodens ist je nach Region kostenpflichtig, in Bayern beispielsweise rechnen wir mit 8 bis 15 Euro pro Tonne plus Transport. Für ein durchschnittliches Becken mit 80 bis 100 m³ Aushubvolumen entspricht das einer Tonnage von etwa 160 bis 200 Tonnen und damit 1.500 bis 3.500 Euro Entsorgungs-Anteil. Wer das Material auf dem eigenen Grundstück für Hangmodellierung oder Anhöhungen wiederverwerten kann, spart deutlich.
Was vor und während des Aushubs zu beachten ist
Vor Beginn des Aushubs sind die Leitungspläne der Versorger zu prüfen. Das gilt für Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Telekommunikation. In bebauten Gebieten ist eine Spülbohrung oder eine vorsichtige Handschachtung im Bereich vermuteter Leitungen die übliche Vorgehensweise. Ein versehentlicher Treffer auf eine Gasleitung kostet im günstigsten Fall mehrere tausend Euro Reparatur und bringt Anzeigen mit sich. FKB übernimmt die Koordination mit den Versorgern, wenn Sie das Aushubprojekt komplett bei uns beauftragen.
Während des Aushubs ist die Baustelle nach BaustellV abzusichern. Das bedeutet einen Bauzaun, eine Beleuchtung in den dunklen Monaten und einen Hinweis auf die offene Grube. Wer Kinder im Haushalt hat oder das Grundstück frei zugänglich liegt, sollte zusätzliche Absperrungen vorsehen, weil eine 2 m tiefe Baugrube für Kinder eine erhebliche Gefahr darstellt. Eine Bauversicherung deckt diese Risiken ab und ist bei größeren Bauvorhaben unter 50.000 Euro Bausumme oft schon im FKB-Auftrag enthalten.
Nach dem Aushub und vor der Schalung der Bodenplatte sollten Sie eine kurze Pause einlegen und die Baugrube auf Setzungen oder einseitig nachrutschenden Boden prüfen. Eine Aufnahme mit dem Nivelliergerät dokumentiert den Stand und bildet die Basis für den späteren Soll-Ist-Vergleich. Bei FKB führen wir dieses Aufmaß standardmäßig durch und übergeben es schriftlich. Sprechen Sie uns frühzeitig an, am besten schon in der Vorentwurfsphase, damit die Baugrube von Anfang an stimmt.
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Fragen & Antworten: Aushub
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Was findet man in der Kategorie Aushub?
In der Kategorie Aushub finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Bodenaushub fürs Betonbecken: Tipps zu Größe, Sicherheit und Entsorgung. -
Welche Vorteile bietet Aushub?
Der Nutzen von Aushub liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Für wen ist Aushub besonders interessant?
Geeignet ist Aushub besonders für private und gewerbliche Anwender. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Platzangebot, technischer Ausstattung und Budget ab. -
Worauf sollte man bei Aushub achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt.