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Beckenwände erstellen
Die Beckenwände tragen das gesamte Bauwerk und müssen dem Wasserdruck eines gefüllten Schwimmbeckens dauerhaft standhalten. Beim Massivbecken aus Beton gibt es drei gängige Herstellungsverfahren: das Stellen von Filigranelementen mit Innen- und Außenschale, den Einsatz einer Systemschalung sowie das Mauern mit Schalbetonsteinen. Allen drei Verfahren ist gemeinsam, dass der flüssige Beton vor Ort in die Beckenwand eingebracht und verdichtet wird. Erst dadurch entsteht der monolithische, druckwasserfeste Wandkörper, der später die Folienauskleidung trägt.
Für den Selbstbauer eignen sich Schalbetonsteine am besten, weil sie ohne aufwendige Schalung verarbeitet werden können und ein sauberes, maßhaltiges Mauerwerk ergeben. Die Wandstärke sollte dabei 25 cm betragen. Im Folgenden beschreiben wir den Aufbau Schritt für Schritt, von der ersten Steinreihe über die Bewehrung und die Einbauteile bis zum Verputzen und zur Außenabdichtung. Dieser Bauabschnitt schließt direkt an die Bodenplatte an und bildet die Grundlage für die spätere Folienauskleidung.
Die drei Herstellungsverfahren im Vergleich
Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt von Budget, Eigenleistung und Beckenform ab. Die folgende Übersicht fasst die Unterschiede zusammen.
| Verfahren | Prinzip | Eignung |
|---|---|---|
| Filigranelemente | Vorgefertigte Innen- und Außenschale, vor Ort mit Beton verfüllt | Schneller Baufortschritt, meist mit Fachfirma |
| Systemschalung | Wiederverwendbare Schalungselemente, Beton wird eingegossen | Flexible Formen, meist professioneller Einsatz |
| Schalbetonsteine | Hohlsteine werden gemauert und anschließend ausgegossen | Ideal für Selbstbauer, 25 cm Wandstärke |
Schalbetonsteine setzen: Schritt für Schritt
Zuerst wird mit einer Schnur das äußere Abmaß abgesteckt. Hier ist genaues Arbeiten entscheidend, denn die erste Reihe ist die Grundlage für alle Folgearbeiten. Beim Setzen der ersten Reihe müssen die Steine exakt in Waage liegen. Ungenauigkeiten in der ersten Reihe wirken sich in den oberen Reihen noch stärker aus. Ist die Anschlussbewehrung von der Bodenplatte zur Wand noch nicht vorhanden, wird sie nach der ersten Reihe gebohrt und die vertikalen Eisen werden gesetzt. Die horizontale Bewehrung kommt in jeder Steinreihe umlaufend hinzu.
1. Absteckung & erste Reihe
Außenmaß mit Schnur abstecken, erste Reihe exakt in Waage setzen, vertikale Bewehrung anschließen.
2. Einbauteile setzen
Skimmer, Düsen und Durchführungen auf Schaltafeln schrauben und von innen eindübeln, Gewinde abkleben.
3. Ausgießen & verdichten
Wände mit Lieferbeton verfüllen, alternativ Reihe für Reihe, und mit dem Betonverdichter verdichten.
Einbauteile, Treppe und Verputz
Sind die Wände errichtet, werden die Einbauteile und Wanddurchführungen entsprechend der Planung positioniert. Bewährt hat es sich, die Einbauteile auf Schaltafeln aufzuschrauben und diese von der Beckeninnenseite einzudübeln. Alle Verrohrungsanschlüsse und Gewinde sollten abgeklebt oder verschlossen werden; bei durchgängigen Bauteilen wird die Rückseite mit Bauschaum oder einer zweiten Schaltafel verschlossen. Die Treppe lässt sich je nach Form ebenfalls mit Schalbetonsteinen oder mit Schaltafeln herstellen.
Wenn der Beton abgebunden hat, können die Einbauteile zum Verputzen der Innenwand abgeschalt werden. Der Feinputz oder ein feiner Betonspachtel wird einlagig aufgetragen und anschließend verfilzt. Da die Folie und das Unterlegvlies keine Unebenheiten kaschieren, sollte hier besonders sauber gearbeitet werden. Auch die Einbauteile werden sorgfältig angespachtelt, damit später ein dichter, glatter Anschluss entsteht.
Außenabdichtung und Dämmung
Die Beckenaußenseite sollte je nach Wasserlast mindestens mit einem Schwarzanstrich gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Idealerweise kommt zusätzlich eine 8 cm starke Perimeterdämmung zum Einsatz, die Wärmeverluste über das Erdreich spürbar reduziert. Zum Abschluss wird der Anstrich beziehungsweise die Dämmung mit einer Noppenfolie geschützt, bevor die Baugrube wieder verfüllt wird. Eine sorgfältige Außenabdichtung verlängert die Lebensdauer des Beckens und verbessert die Energiebilanz, da das aufgeheizte Wasser weniger Wärme an das umgebende Erdreich verliert.
Bewehrung, Beton und Statik
Die Tragfähigkeit der Beckenwand entsteht aus dem Zusammenspiel von Beton und Stahl. Der Beton nimmt Druckkräfte auf, die eingelegte Bewehrung die Zugkräfte, die durch den seitlichen Wasserdruck entstehen. Vertikale Eisen verbinden Bodenplatte und Wand kraftschlüssig, umlaufende horizontale Eisen in jeder Steinreihe verteilen die Lasten gleichmäßig. Wichtig ist eine ausreichende Betonüberdeckung der Bewehrung, damit der Stahl dauerhaft vor Korrosion geschützt bleibt. Verwendet wird in der Regel ein wasserundurchlässiger Konstruktionsbeton.
Beim Einbringen des Betons darf kein Hohlraum entstehen. Deshalb wird der Beton lagenweise eingefüllt und mit einem Innen- oder Flaschenrüttler verdichtet, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Anschließend braucht der Beton Zeit zum Abbinden und Aushärten. Erst wenn er ausreichend Festigkeit erreicht hat, werden die Schaltafeln der Einbauteile entfernt und die Innenflächen verputzt. Wer hier sorgfältig und geduldig arbeitet, legt das Fundament für ein dichtes Becken mit jahrzehntelanger Lebensdauer. Im Zweifel lohnt sich die Begleitung durch einen erfahrenen Schwimmbadbauer, der die einzelnen Bauabschnitte abnimmt und kritische Punkte rechtzeitig erkennt.
Fragen & Antworten: Wände
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Was findet man in der Kategorie Wände?
In der Kategorie Wände finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Beckenwände bauen: Anleitung für exakte Montage und Isolation. -
Welche Vorteile bietet Wände?
Der Nutzen von Wände liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Was ist bei der Installation von Wände zu beachten?
Alle Verrohrungsanschlüsse und Gewinde sollten abgeklebt oder verschlossen werden. -
Für wen ist Wände besonders interessant?
Geeignet ist Wände besonders für private und gewerbliche Anwender. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Platzangebot, technischer Ausstattung und Budget ab.