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Außenverrohrung des Fertigbeckens
Bei der Außenverrohrung werden alle Schwimmbadleitungen vom Fertigbecken zum Technikschacht beziehungsweise Technikraum verlegt. Über diese Leitungen läuft der gesamte Filterkreislauf zwischen den Einbauteilen des Beckens, also Skimmer, Bodenablauf und Einströmdüsen, und der Aufbereitungstechnik im Schacht. Die Außenverrohrung ist damit die hydraulische Verbindung, von deren dichter und durchdachter Ausführung der störungsfreie Betrieb der gesamten Anlage abhängt.
Üblicherweise wurde der nötige Graben bereits im Vorfeld erstellt, meist im Zuge des Aushubs für das Fertigbecken. In diesen Graben werden anschließend alle Leitungen und Steuerkabel vom Becken zum Schacht in ein Sandbett gelegt. Im unmittelbaren Bereich des Schwimmbeckens werden die Leitungen auf der Bodenplatte verlegt, auf der das Fertigbecken steht. So entsteht eine durchgehende, geschützte Trasse von den werkseitig vorbereiteten Anschlüssen des Beckens bis zu den Absperrarmaturen im Schacht.
Gegenüber dem gemauerten Betonbecken ist die Verrohrung beim Fertigbecken in der Regel zügiger ausgeführt, weil die Einbauteile bereits ab Werk im Becken sitzen und nur noch angeschlossen werden müssen. Die bauphysikalischen Grundregeln bleiben jedoch dieselben: frostfreie Verlegetiefe, durchgehendes Gefälle zum Schacht, ein steinfreies Sandbett und besonders saubere Klebestellen. Die folgenden Abschnitte fassen diese Punkte mit den maßgeblichen FKB-Richtwerten zusammen.
Verlegung im Sandbett
Die Leitungen werden im Außenbereich in einem Sandbett verlegt, das sie mechanisch schützt, Bodenbewegungen ausgleicht und scharfkantiges Material von Rohren und Klebestellen fernhält. Das Sandbett sollte mindestens fünfzehn Zentimeter unter und zehn Zentimeter über den Rohren betragen und darf keine Steine oder ähnliches scharfkantiges Material enthalten, da diese die Leitungen langfristig beschädigen können. Im Beckennahbereich liegen die Leitungen auf der Bodenplatte, von dort führen sie in den vorbereiteten Graben Richtung Schacht.
In den meisten Fällen kommt im Außenbereich flexibles Flex-Rohr zum Einsatz, das sich bogenarm verlegen lässt und wenige Verbindungsstellen benötigt. Wird die Beckenaußenwand gedämmt, kann zwischen der Dämmung auch starres PVC-Druckrohr verschraubt werden, wobei die Dämmung die Rohre zugleich vor dem Erdreich und vor Abscheren schützt. Neben den Wasserleitungen werden im selben Graben die Steuerkabel für Beleuchtung, Gegenstromanlage oder Mess- und Regeltechnik mitgeführt, sodass alle Verbindungen gebündelt und geschützt verlaufen.
Frostsichere Tiefe und Gefälle
Die Verrohrung muss frostsicher und im Gefälle zum Technik- oder Übergabeschacht verlegt werden. Als Verlegetiefe haben sich mindestens achtzig Zentimeter bewährt, da diese Tiefe in unseren Breiten als frostfrei gilt und die wassergefüllten Leitungen vor Frostschäden im Winter schützt. Ebenso wichtig ist ein durchgehendes Gefälle in Richtung Schacht. Nur so lassen sich die Leitungen vor der Überwinterung vollständig entleeren. Stehendes Restwasser in einer Leitung, die sich nicht entleeren lässt, ist die häufigste Ursache für Frostrisse im erdverlegten Rohrsystem.
Vor dem ersten Frost werden die erdverlegten Leitungen an ihren Tiefpunkten geöffnet und bei Bedarf mit Druckluft ausgeblasen, damit kein Wasser zurückbleibt. Wer diese Routine konsequent einhält, vermeidet die teuersten und am schwersten zu findenden Schäden, denn ein Frostriss im erdverlegten Bereich lässt sich nur durch erneutes Aufgraben beheben. Die Kombination aus ausreichender Tiefe und sauberem Gefälle ist daher kein Detail, sondern die Grundlage für eine dauerhaft funktionierende Anlage.
Technische Richtwerte der Außenverrohrung
Die folgenden Werte fassen die FKB-Planungsvorgaben für die erdverlegte Verrohrung zwischen Fertigbecken und Technikschacht zusammen. Die Rohrnennweiten richten sich nach Volumenstrom und Leitungslänge und werden für jede Anlage individuell ausgelegt.
| Parameter | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Verlegetiefe | mind. 80 cm | frostfreie Verlegung in unseren Breiten |
| Sandbett unter den Rohren | mind. 15 cm | steinfrei, scharfkantiges Material ausschließen |
| Sandüberdeckung | mind. 10 cm | mechanischer Schutz der Leitungen |
| Gefälle | durchgehend zum Schacht | vollständige Entleerbarkeit zur Überwinterung |
| Saugleitung | DN 63 bis DN 110 | so kurz wie möglich, ohne Steigungsanteile |
| Druckleitung | DN 50 bis DN 90 | eine Stufe kleiner als die Saugleitung |
| Verlegetemperatur Flex-Rohr | mind. 10 °C | darunter zu steif zum Abrollen |
Anschluss an die Einbauteile des Fertigbeckens
Ein Vorteil des Fertigbeckens liegt darin, dass die Einbauteile wie Skimmer, Einströmdüsen und Bodenablauf bereits werkseitig in der Beckenwand sitzen. Bei der Außenverrohrung müssen daher nur noch die Leitungen an die vorbereiteten Anschlussstutzen herangeführt und dicht verklebt werden. An den Durchführungen durch Beckenwand und Bodenplatte sorgen die werkseitigen Verschraubungen und Dichtungen für eine dauerhaft dichte Verbindung zwischen Becken und Rohr. Saugleitungen werden möglichst kurz, ohne Bögen und ohne Steigungsanteile geführt, da jeder zusätzliche Widerstand und jeder Hochpunkt die Saugleistung der Pumpe mindert und Luftansammlungen begünstigt.
Im Schacht münden die Leitungen schließlich in die saug- und druckseitigen Absperrarmaturen, von denen aus der eigentliche Filterkreislauf mit Vorfilter, Pumpe und Filterbehälter beginnt. Die Nennweite der Saugleitung wird dabei eine Stufe größer gewählt als die der Druckleitung, weil die Pumpe saugseitig empfindlich auf Widerstände reagiert. Eine zu eng dimensionierte Saugleitung erhöht die Strömungsgeschwindigkeit, verursacht Geräusche und kann im Extremfall zu Kavitation an der Pumpe führen.
Damit die Außenverrohrung später reibungslos angeschlossen werden kann, sollte die Trasse vom Becken zum Schacht früh geplant werden. Der kürzeste sinnvolle Weg spart Material, reduziert Druckverluste und vereinfacht die spätere Wartung. Sinnvoll ist es, den genauen Verlauf der Leitungen und Kabel vor dem Verfüllen zu dokumentieren oder zu fotografieren, damit die Lage der Trasse auch nach Jahren bekannt ist. So lassen sich spätere Gartenarbeiten oder Erweiterungen ohne Risiko für die verdeckten Leitungen ausführen. Gerade beim Fertigbecken, dessen Anschlüsse fest vorgegeben sind, lohnt sich diese vorausschauende Planung der Wegeführung besonders.
Saubere Klebestellen sind entscheidend
Beim Verkleben der Leitungen muss besonders sauber gearbeitet werden. Schmutz oder Wasser an den Klebestellen führen später zu Undichtigkeiten, die im erdverlegten Außenbereich nur mit großem Aufwand zu finden sind. Die Arbeit mit Flex-Rohr sollte bei mindestens zehn Grad Celsius stattfinden, da das Material darunter zu steif ist und sich nur schwer abrollen lässt. Frei im Sonnenlicht liegende PVC-Leitungen erhalten eine PE-Ummantelung oder werden durch die Dämmung geschützt, da UV-Strahlung das Material auf Dauer verspröden lässt. Im Erdreich verlegtes PVC ist dagegen vor UV geschützt und altert kaum.
Vor dem endgültigen Verfüllen des Grabens werden die Leitungen mit mindestens zehn Zentimetern Sand überdeckt und auf Dichtheit geprüft. Erst nach bestandener Prüfung wird mit dem Aushub aufgefüllt und der Boden verdichtet. Dieser Mehraufwand bei der Verlegung zahlt sich über die gesamte Lebensdauer aus, denn eine Außenverrohrung, die fachgerecht im Sandbett, in ausreichender Tiefe und mit korrektem Gefälle liegt, begleitet das Fertigbecken über Jahrzehnte ohne Eingriff.
Außenverrohrung am Betonbecken
Beim gemauerten oder betonierten Becken gelten dieselben Grundregeln. Der Vergleich zeigt die Unterschiede zwischen Fertig- und Betonbecken bei der Verrohrung.
Einbauteile am Becken
Skimmer, Düsen und Durchführungen bilden die Schnittstelle zwischen Becken und Verrohrung. Hier erfahren Sie mehr zu den Anschlusspunkten.
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Fragen & Antworten: Aussenverrohrung
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Was findet man in der Kategorie Aussenverrohrung?
In der Kategorie Aussenverrohrung finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Sichere Außenverrohrung beim Fertigbecken: optimale Planung für Ihren Pool. -
Welche Vorteile bietet Aussenverrohrung?
Der Nutzen von Aussenverrohrung liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Worauf sollte man bei Aussenverrohrung achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt. -
Für wen ist Aussenverrohrung besonders interessant?
Geeignet ist Aussenverrohrung besonders für private und gewerbliche Anwender. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Platzangebot, technischer Ausstattung und Budget ab.