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Aushub für das Fertigbecken, der erste Bauschritt
Der Aushub für ein Fertigbecken aus Polypropylen, GFK oder Stahlwand ist der erste sichtbare Bauabschnitt im Schwimmbadbau und legt die geometrische Basis für die spätere Beckenmontage. Im Unterschied zum Aushub für ein Betonbecken ist das Übermaß deutlich kleiner, da das Becken werkseitig fertiggestellt geliefert wird und nicht vor Ort betoniert werden muss. Trotzdem gilt: Wer den Aushub falsch dimensioniert oder den Untergrund nicht ordentlich vorbereitet, riskiert teure Korrekturen beim Krantermin und im schlimmsten Fall ein dauerhaft schief stehendes Becken.
FKB plant und begleitet seit über zwanzig Jahren Fertigbecken-Projekte in allen drei verbreiteten Bauformen. Die Erfahrung zeigt: Drei Fragen entscheiden über einen reibungslosen Aushub, die richtigen Beckenaußenmaße inklusive Übermaß, die korrekte Aushubtiefe inklusive Bodenplatte und Tragschicht, und die rechtzeitige Mitplanung der Versorgungsleitungen zum Technikraum. Sind diese drei Punkte schriftlich fixiert, läuft der eigentliche Aushub typisch in einem Tag durch.
Im Folgenden geben wir die FKB-Standardwerte, die Sie als Bauherr, Architekt oder Erdbauunternehmen brauchen, um den Aushub für ein Fertigbecken sauber durchzuführen. Die Maße sind für klassische Privatbecken zwischen 6 und 12 Metern Länge gültig, bei XXL-Becken oder Sonderformen sprechen Sie uns bitte für eine individuelle Auslegung an.
Maße der Baugrube und Aushubvolumen
Für den Aushub des Fertigbeckens rechnen wir je Seite mit einem Übermaß von rund 30 Zentimetern gegenüber dem Beckenaußenmaß. Dieser Arbeitsraum reicht aus, um das Becken nach dem Einsetzen exakt auszurichten, die Hinterfüllung in Lagen mit Magerbeton oder Sand-Kies-Gemisch einzubringen und die Beckenwand seitlich abzustützen. Soll später eine Beckenüberdachung mit Schiebebahnen montiert werden, vergrößert sich der Aushub entsprechend der Schienen-Fundamentlängen, üblicherweise um weitere 50 bis 100 Zentimeter am Beckenende.
| Beckenformat (innen) | Beckenaußenmaß | Aushubmaß | Aushubvolumen |
|---|---|---|---|
| 3,5 × 7,0 m | 3,7 × 7,2 m | 4,3 × 7,8 m | ca. 60 m³ |
| 4,0 × 8,0 m | 4,2 × 8,2 m | 4,8 × 8,8 m | ca. 75 m³ |
| 4,0 × 10,0 m | 4,2 × 10,2 m | 4,8 × 10,8 m | ca. 95 m³ |
| 5,0 × 12,0 m | 5,2 × 12,2 m | 5,8 × 12,8 m | ca. 130 m³ |
Zur eigentlichen Beckentiefe addieren sich Zuschläge für den Frostkoffer, die Bodenplatte und die Dämmung. Bei einer Wassertiefe von 1,50 Metern liegt die Aushubtiefe typisch bei 1,90 bis 2,10 Metern unter der späteren Beckenrand-Oberkante. Konkret rechnen wir mit 15 bis 20 Zentimetern Sandbett oder Magerbeton-Sauberkeitsschicht als Tragschicht, 20 Zentimeter Stahlbeton-Bodenplatte und 5 bis 10 Zentimeter Dämmung darunter, dazu der Frostkoffer aus 30 Zentimeter Schotter in frostgefährdeten Lagen. Bei sandigem, gut entwässerndem Baugrund kann der Frostkoffer entfallen.
Untergrund vorbereiten, das Sandbett oder die Magerbetonschicht
Sobald die Baugrube auf Höhe gebracht ist, kommt der entscheidende Arbeitsschritt: die Vorbereitung der Auflagefläche für die Beckenbodenplatte. Bei klassischen GFK- und Polypropylen-Becken ist eine eben verdichtete Sandbettschicht von 10 bis 15 Zentimetern üblich. Der Sand wird mit der Rüttelplatte verdichtet und mit einem Nivelliergerät auf maximal 5 Millimeter Abweichung auf 4 Meter Länge eingeebnet. Bei größeren Becken oder bei statisch anspruchsvollen Untergründen ersetzen wir das Sandbett durch eine 15 Zentimeter dicke Magerbeton-Sauberkeitsschicht der Güte C8/10, die ebenfalls präzise auf Höhe abgezogen wird.
Die Ebenheit dieser Schicht ist absolut kritisch. Ein Fertigbecken liegt vollflächig auf, hat aber kaum Toleranz für Unebenheiten. Eine punktuelle Erhöhung erzeugt eine Spannungskonzentration im Beckenboden, die im Extremfall zu einem Riss in der Beckenwand wandern kann. FKB führt diese Höhennivellierung deshalb standardmäßig mit dem Rotationslaser durch und dokumentiert die Werte schriftlich. Ergänzend wird ein Drainagevlies an den Wänden und am Boden der Grube verlegt, das später eindringendes Sickerwasser kontrolliert in die Drainage leitet.
Versorgungsleitungen mitdenken
Parallel zum Aushub der Beckengrube wird vom Becken aus ein Versorgungsgraben zum Technikraum gezogen. Standardmaß bei FKB ist ein Graben von rund 50 Zentimetern Breite und 100 Zentimetern Tiefe. In diesem Graben verlaufen die Druck- und Saugleitungen vom Filter zum Becken (DN 50 bis DN 75), die Kabelkanäle für die Unterwasserstrahler und die Beckenbeleuchtung (DN 40 Leerrohr), die Leitungen für eine optionale Gegenstromanlage und gegebenenfalls Vor- und Rücklauf für die Wärmepumpe oder die Solarheizung. Wer hier knapp dimensioniert, ärgert sich später über fehlenden Reserve-Platz bei nachträglichen Erweiterungen.
Die Tiefe von 100 Zentimetern ist frostsicher, alle Leitungen liegen damit unter der Frostgrenze und müssen nicht zusätzlich beheizt werden. Die Bettung erfolgt in einem 20 Zentimeter dicken Sandbett mit zusätzlicher Sand-Abdeckung von 15 Zentimetern. Erst danach wird der Aushub mit dem ursprünglichen Bodenmaterial wieder verfüllt. Eine Trassenwarnband-Folie wird etwa 30 Zentimeter unter der Geländeoberkante über die Leitungen gelegt, damit ein späterer Spatenstich nicht versehentlich die Leitungen trifft.
Auftrieb, Drainage und Hinterfüllung
Ein leeres Fertigbecken ist deutlich leichter als die Wasserlast, die später darauf einwirkt. Ein 4 × 10 Meter Becken mit 40 Kubikmetern Beckenvolumen verdrängt im leeren, eingebauten Zustand 40 Tonnen Wasser, sobald das Grundwasser oder Hangwasser bis zum Beckenboden ansteht. Diese Auftriebskraft hebt das Becken zuverlässig aus dem Sandbett heraus, wenn keine konstruktive Sicherung dagegen vorgesehen ist. FKB plant deshalb bei jedem Fertigbecken eine ringförmige Drainage rund um die Bodenplatte mit DN 100 Drainrohr in Kies-Packung sowie einen seitlich gesetzten Kontrollschacht.
Während der Bauphase bleibt das Becken bereits beim Einsetzen mit etwa 30 Zentimetern Wasser gefüllt, um Auftriebsempfindlichkeit auszuschließen. Erst nach der ersten Hinterfüllung in 30 Zentimeter Lagen wird der Wasserstand parallel mit der Hinterfüllungshöhe weiter erhöht, sodass Wasserdruck und Erddruck stets im Gleichgewicht stehen. Diese kontrollierte parallele Befüllung ist die wichtigste Disziplin beim Fertigbecken-Einbau, ein Becken voll Wasser bei seitlich offener Grube biegt sich nach außen, ein leeres Becken bei seitlich verfüllter Grube nach innen.
Logistik und Bauablauf
Der typische Bauablauf eines Fertigbeckens umfasst rund 2 bis 3 Tage Erdarbeiten, einen halben Tag Bodenplatte und Vorbereitung, einen Tag Beckenanlieferung und Kranabsetzung, sowie 1 bis 2 Tage Anschluss der Technik und Hinterfüllung. Ein Mobilbagger mit 12 bis 18 Tonnen Einsatzgewicht ist die typische Maschine für den Aushub. Bei sehr engen Grundstücken kommen Minibagger mit 5 bis 8 Tonnen zum Einsatz. Für den Krantermin selbst wird ein Mobilkran mit 30 bis 60 Tonnen Tragkraft bestellt, ausgelegt auf das Beckengewicht plus Sicherheitsabstand und Auslegerlänge bis über das Hausdach.
Das Aushubmaterial wird zum Teil wiederverwendet: Der Mutterboden aus den ersten 30 Zentimetern wird seitlich in einer Miete gelagert und später zur Garten-Endgestaltung verwendet, der untere Boden geht in die Deponie oder dient als Hinterfüllung des Außenraums. Achtung: Für die unmittelbare Hinterfüllung an der Beckenwand darf nur frostsicheres, verdichtbares Material verwendet werden, also Sand, Magerbeton oder grobes Kies-Sand-Gemisch. Bindiger Lehm oder humusreicher Mutterboden ist hier ungeeignet, weil er sich setzt und im Frost ungleichmäßig hebt.
FKB-Begleitung und nächste Bauschritte
Beim Fertigbecken-Projekt übernimmt FKB für Sie die Koordination zwischen Erdbauer, Kranfirma, Polier und Schwimmbadtechniker. Die Aushubmaße werden vor dem Bagger-Termin schriftlich fixiert, der Untergrund vor der Beckenanlieferung mit Rotationslaser geprüft, die Versorgungsleitungen abgenommen, die Krananfahrt mit dem Anlieferer abgestimmt. Die einzelnen Bauphasen sind eng miteinander verschränkt, und wer nicht in dieser Reihenfolge vorgeht, riskiert kostenintensive Stillstände. Eine ausführliche Übersicht zu Fertigbecken-Projekten finden Sie unter Fertigbecken Übersicht, und einen Vergleich zum Beton-Aushub im Artikel zum Aushub Betonbecken.
Bei FKB beraten wir Sie persönlich für Ihr konkretes Bauvorhaben. Wir nehmen die Lage Ihres Grundstücks auf, kalkulieren das Aushubvolumen, koordinieren die Anlieferung und übergeben Ihnen einen kompletten Bauablaufplan. Sprechen Sie uns frühzeitig an, im Idealfall mit den ersten Skizzen Ihres Schwimmbadprojekts, damit der Aushub von Anfang an stimmt.
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Fragen & Antworten: Aushub
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Was findet man in der Kategorie Aushub?
In der Kategorie Aushub finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Grube und Technikraum richtig planen: Maßzugaben, Drainage, Fundament. -
Welche Vorteile bietet Aushub?
Der Nutzen von Aushub liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Welche Überdachungsmodelle sind bei Aushub verfügbar?
Soll später noch eine Überdachung montiert werden, erfolgt der Aushub auch hier entsprechend der Fundamente und Schienenverlängerungen größer. -
Welche technischen Eigenschaften sind bei Aushub relevant?
50cm breiter und 100cm tiefer Graben erstellt.