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Montage der Einbauteile
Hydraulische Einbauteile sind alle wasserführenden Bauteile, die fest in die Beckenwand oder den Beckenboden eingesetzt werden und den Wasserkreislauf zwischen Becken und Technikraum herstellen. Dazu zählen die Wasserabnahme-Stellen (Skimmer, Bodenablauf, Rinnenabläufe), die Wassereinspeisung (Einström- und Bodendüsen) sowie Sonderfunktionen wie Gegenstromanlagen, Massagedüsen und Unterwasserscheinwerfer. Jedes dieser Teile durchdringt die Beckenwandung und bildet damit eine potenzielle Schwachstelle. Eine saubere Montage entscheidet darüber, ob ein Schwimmbecken über Jahrzehnte dicht bleibt oder ob sich schleichende Undichtigkeiten einstellen, die im laufenden Betrieb nur mit hohem Aufwand zu lokalisieren sind.
Bei Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Polypropylen werden die Öffnungen für die Einbauteile in den meisten Fällen erst auf der Baustelle eingebracht. Das hat den Vorteil, dass die exakte Position von Skimmer, Düsen und Beleuchtung an die tatsächliche Wasserlinie und die Hydraulik des Projekts angepasst werden kann. Gleichzeitig verlangt das Arbeiten am fertigen Becken Sorgfalt: Wer ein Loch falsch setzt oder eine Auflagefläche nicht plan schleift, bekommt das später nur schwer wieder korrigiert. FKB plant die Einbauteil-Positionen deshalb vorab im Hydraulikkonzept und überträgt sie mit Schablonen auf das Becken.
Beim Verarbeiten von Glasfaserkunststoffen entsteht feiner Schleifstaub, der die Atemwege reizt. Atemschutz, Schutzbrille und Handschuhe sind beim Sägen und Schleifen Pflicht. Wer auf der Innenseite des Beckens arbeitet, klebt die Oberfläche zusätzlich mit leicht lösbarem Klebeband ab, um Kratzer und Beschädigungen der Sichtfläche zu vermeiden. Dieser Leitfaden beschreibt den Ablauf vom Anzeichnen über das Bohren und Einsetzen bis zur abschließenden Druckprüfung und ordnet ihn in den Gesamtablauf des Fertigbecken-Baus ein.
Anzeichnen und Vorbereitung
Vor dem ersten Schnitt werden die Positionen der Einbauteile exakt angezeichnet. Zum Anzeichnen nutzt man die mitgelieferten Schablonen oder die Flansche der Einbauteile selbst. Die Lage richtet sich nach dem Hydraulikkonzept: Skimmer sitzen in der vom Wind abgewandten Beckenseite, damit Schmutz von der Strömung dorthin getrieben wird, und halten einen Mindestabstand von 50 cm zur Ecke ein. Die Oberkante des Skimmer-Eintritts liegt auf Höhe der späteren Wasserlinie, bei Folienbecken typischerweise rund 150 mm unterhalb der Wandoberkante. Einströmdüsen werden möglichst gegenüber den Wasserabnahme-Stellen angeordnet und sitzen in Bodennähe, etwa 400 bis 600 mm unter der Wasseroberfläche, damit auch der Bodenbereich gut durchmischt wird.
Die Innenseite des Beckens sollte vor dem Sägen mit leicht zu lösendem Klebeband abgeklebt werden, um Beschädigungen der Oberfläche zu vermeiden. Die Anzahl der Einbauteile ergibt sich aus der Beckengröße. Bei der Wasserabnahme gilt: bis 20 m² Wasseroberfläche genügt ein Skimmer, zwischen 20 und 40 m² sind zwei empfehlenswert, darüber drei bis vier. Bei der Einspeisung rechnet FKB mit zwei bis vier Düsen für Becken bis 20 m³, vier bis sechs für 20 bis 50 m³ und sechs bis zehn für 50 bis 100 m³ Wasservolumen.
| Wasseroberfläche | Mindestanzahl Skimmer | FKB-Empfehlung |
|---|---|---|
| bis 20 m² | 1 | 1 |
| 20–40 m² | 1 | 2 |
| über 40 m² | 2 | 3–4 |
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Bohren, Sägen und plane Auflagefläche
Sind die Konturen angezeichnet, werden die Öffnungen ausgesägt und die Löcher für die Befestigungsschrauben abgebohrt. Beim Aussägen arbeitet man langsam und mit feinem Sägeblatt, damit das Laminat nicht ausreißt. Anschließend wird die Auflagefläche an der Außenseite plan geschliffen. Nur eine wirklich ebene Fläche stellt sicher, dass der Flansch des Einbauteils gleichmäßig anliegt und die Dichtung über den gesamten Umfang den nötigen Pressdruck aufbauen kann. Unebenheiten oder Grate führen dazu, dass die Dichtung punktuell nicht trägt und sich später ein Leck bildet.
Das Anschlussrohr des Skimmers sollte mindestens 15 cm in die Wandkonstruktion ragen, bevor es als DN 50 oder DN 63 weitergeführt wird. Für die Rohrdimensionierung gelten die Strömungsgeschwindigkeiten der DIN 19643: maximal 0,7 m/s in der Saugleitung, höchstens 1,5 m/s in der Druckleitung. Als Werkstoff hat sich PVC-U für alle Druckrohr-Verbindungen bewährt, weil es günstig, langlebig und einfach zu verkleben ist. Kupfer ist im Schwimmbad tabu, da Chlor das Metall angreift und gelöstes Kupfer wiederum Edelstahlbauteile schädigen kann.
| Durchfluss | Saugleitung | Druckleitung |
|---|---|---|
| 3 m³/h | DN 50 | DN 40 |
| 6 m³/h | DN 63 | DN 50 |
| 10 m³/h | DN 75 | DN 63 |
| 15 m³/h | DN 90 | DN 75 |
| 25 m³/h | DN 110 | DN 90 |
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Einsetzen und Abdichten
Beim Einsetzen müssen die Einbauteile mit den mitgelieferten Dichtungen oder mit PU-Dichtmasse eingedichtet werden. Zusätzlich sollten alle Schnittflächen abgedichtet werden, damit kein Wasser in das offene Laminat eindringt. Welche Abdichtungsmethode richtig ist, hängt vom Beckenmaterial ab. Bei Beton mit Folienauskleidung klemmt ein Folienflansch die Folie zwischen Bauteil und Gegenflansch ein, sodass die Folie selbst die Dichtebene bildet. Mehr dazu im Beitrag zur Folienauskleidung. Bei Fliesenbecken wird der Einbauteil einbetoniert und über eine Flüssigabdichtung und sorgfältige Verfugung dauerhaft dicht gehalten.
Edelstahlbecken erhalten eingeschweißte Einbauteile aus V4A; eine geschraubte Verbindung scheidet aus, weil im chloridhaltigen Wasser Spaltkorrosion und Lochfraß drohen. PP-Becken werden mit HF- oder Extrusionsschweißung nach DVS 2207 gefügt, GFK-Becken über laminierte oder verschraubte Flansche mit Verstärkungsplatte. Entscheidend ist in allen Fällen ein gleichmäßiges Anzugsmoment am Flansch: Zu wenig Pressdruck führt zur Undichtigkeit, zu viel kann den Flansch oder die Folie beschädigen. Häufige Fehlerquellen sind eine unvollständig eingeklemmte Folie, ein Hohlraum hinter dem Einbauteil im Beton oder eine Kaltnaht beim PP-Schweißen.
| Beckenmaterial | Abdichtungsmethode | Anforderung |
|---|---|---|
| Beton + Folie | Folienflansch (eingeklemmt) | Dichtung durch Klemmdruck, Folie bleibt geschlossen |
| Beton + Fliese | Einbetoniert + Flüssigabdichtung + Verfugung | Langzeitdichtheit ohne Hohlräume |
| Edelstahl | Eingeschweißt (V4A) | Schweißnaht dicht, korrosionsfrei |
| Polypropylen | HF- oder Extrusionsschweißen (DVS 2207) | Gleiches Material, keine Kaltnaht |
| GFK | Laminiert oder verschraubt mit Dichtring | Verstärkungslaminat als Auflage |
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Sicherheit, Normen und Beleuchtung
Bodenabläufe unterliegen der DIN EN 13451-3: Die Strömungsgeschwindigkeit am Ablauf darf 0,5 m/s nicht überschreiten, die Gitterrostabdeckung hat eine maximale Öffnungsweite von 8 mm und muss sich nur mit Werkzeug lösen lassen. Diese Anforderungen verhindern, dass Badegäste am Ablauf angesaugt werden. FKB setzt deshalb Abläufe mit Anti-Vortex-Deckplatte ein und plant bei Becken über 10 m Länge grundsätzlich zwei Bodenabläufe. Unterwasserscheinwerfer als Einbauteil folgen der DIN VDE 0100-702: Im Wasser ist ausschließlich Schutzkleinspannung von 12 V (SELV) in Schutzart IP 68 zulässig, 230 V haben im Beckenbereich nichts zu suchen.
Nach dem Einbau steht die Druckprüfung an, bevor das Becken endgültig in Betrieb geht. Die Rohrleitungen werden mit 0,5 bar Luftdruck über 30 Minuten geprüft; in dieser Zeit darf kein Druckabfall auftreten. Anschließend wird das Becken befüllt und über 24 Stunden auf sichtbare Lecks beobachtet, bei Folienbecken wird der Wasserspiegel markiert und über 48 Stunden kontrolliert. Erst wenn alle Einbauteile diese Prüfungen bestanden haben, dokumentiert FKB die Positionen im Bestandsplan und übergibt das Druckprüfprotokoll. Wer den gesamten Bauablauf nachvollziehen möchte, findet die Einordnung im Überblick zum Schwimmbadbau.
Bei FKB beraten wir Sie persönlich, welche Einbauteile, Düsenanzahl und Rohrdimensionen zu Ihrem Becken und Ihrer Wunsch-Hydraulik passen. Von der Auswahl normgerechter Skimmer und Abläufe bis zur fachgerechten Abdichtung und Druckprüfung begleiten unsere Schwimmbadtechniker das gesamte Projekt, damit Ihr Becken von Anfang an dicht und sicher läuft.
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Fragen & Antworten: Montage Einbauteile
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Wie aufwendig ist die Auswahl oder Installation von Montage Einbauteile?
Der Aufwand bei Montage Einbauteile hängt von Produktart, Anschlussaufwand und baulicher Situation ab. Bei größeren Projekten oder fest eingebauten Komponenten lohnt sich eine genaue Planung vor dem Einbau. -
Was findet man in der Kategorie Montage Einbauteile?
In der Kategorie Montage Einbauteile finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Montage der Einbauteile leicht erklärt: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum fachgerechten Einbau und Abdichten im Schwimmbecken. -
Worauf sollte man bei Montage Einbauteile achten?
Wichtig sind Einsatzbereich, Maße, Material, Leistung und Kompatibilität. So lässt sich eine Lösung auswählen, die dauerhaft zum Projekt und zum vorgesehenen Einsatz passt. -
Welche Vorteile bietet Montage Einbauteile?
Der Nutzen von Montage Einbauteile liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern.




