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Sandfilteranlagen für Schwimmbäder
Sandfilteranlagen sind Filteranlagen, bei denen das Filtermedium Sand oder Quarzsand ist. Sie sind im privaten wie im öffentlichen Pool-Bau der mit Abstand verbreitetste Filtertyp, weil sie robust, langlebig und nahezu wartungsfrei sind. Der konstruktive Aufbau setzt sich aus einem Filterbehälter aus Kunststoff (PP, PE, GFK) oder Edelstahl, einem Wasserverteiler und einem Filterkreuz oder Düsenboden (im öffentlichen Bereich) zusammen.
Das Wasser wird von der Filterpumpe in den Behälter gepumpt, von oben durch das Sandbett gedrückt und dabei mechanisch gefiltert. Schmutzpartikel bleiben zwischen den Sandkörnern hängen, das gereinigte Wasser strömt unten durch die geschlitzten Filterkerzen zurück ins Becken. Die Filtrationsschärfe liegt bei rund 40 bis 60 µm und damit deutlich feiner, als das menschliche Auge wahrnehmen kann.
Bei FKB beraten wir Sie persönlich zur passenden Anlagengröße für Ihr Beckenvolumen und zur richtigen Pumpe. Im Folgenden erklären wir den Aufbau, die Funktionsweise, das Mehrwegeventil mit allen Schaltstellungen sowie die Auslegung nach Filtergeschwindigkeit und Beckenvolumen.
Aufbau einer Sandfilteranlage
Der Filterbehälter besteht aus dem eigentlichen Behälter, einem Deckel oder Verschluss (je nach Modell unterschiedlich ausgeführt), den seitlichen Wasseranschlüssen und der Entleerung. Bei den meisten Kesseln ist am Verschluss ein Druckmanometer angebracht, das den Vordruck anzeigt: steigt der Druck, ist der Filter verschmutzt und muss rückgespült werden. Die einzelnen Bauteile im Überblick:
| Bauteil | Funktion |
|---|---|
| Filterbehälter (PP, PE, GFK oder Edelstahl) | druckfeste Hülle, nimmt das Sandbett auf |
| Wasserverteiler oben | verteilt das einströmende Wasser gleichmäßig über das Sandbett |
| Filterkerzen / Düsenboden unten | geschlitzt, halten den Sand zurück und lassen nur Wasser durch |
| Mehrwegeventil oder Stangenventil | schaltet zwischen Filtern, Rückspülen, Nachspülen und weiteren Funktionen |
| Druckmanometer | zeigt den Vordruck an, Indikator für den Rückspül-Zeitpunkt |
| Filterpumpe | erzeugt den nötigen Volumenstrom, getrennt oder als Monoblock montiert |
| Entleerung | Ablass am Behälterboden für Überwinterung und Sandwechsel |
So funktioniert die Sandfiltration
Im Filterbetrieb pumpt die Filterpumpe das Beckenwasser über den Skimmer und den Bodenablauf an. Über den oben liegenden Verteiler gelangt es in den Behälter und wird durch das Sandbett nach unten gedrückt. Dabei bleiben Schmutz, Schwebstoffe und ausgeflockte Trübstoffe zwischen den Sandkörnern hängen. Das gefilterte Wasser tritt durch die geschlitzten Filterkerzen aus und fließt über die Einlaufdüsen zurück ins Becken.
Entscheidend für die Filterleistung ist die Filtergeschwindigkeit: Sie darf 50 m/h pro m² Filterfläche nicht überschreiten. Wird der Sand zu schnell durchströmt, sinkt die Filterwirkung, weil die Schmutzpartikel nicht mehr zuverlässig zurückgehalten werden. Deshalb muss die Pumpe genau zur Filterfläche passen, eine zu starke Pumpe verschlechtert die Wasserqualität, statt sie zu verbessern.
Der wesentliche Vorteil der Sandfilteranlage ist die leichte, weitgehend automatische Reinigung über das Mehrwegeventil. Im Vergleich zum Kartuschenfilter nimmt eine Sandanlage deutlich mehr Grobschmutz auf und läuft nahezu wartungsfrei, ohne dass eine Kartusche von Hand ausgewaschen oder ersetzt werden muss.
Das Mehrwegeventil und seine Schaltstellungen
Das Mehrwegeventil (auch Stangen- oder Top-Mount-Ventil) ist das Bedienelement der Anlage. Über die verschiedenen Schaltstellungen wird der Wasserweg durch den Filter umgeleitet. Wichtig: das Ventil niemals bei laufender Pumpe verstellen, sonst wird die Dichtung beschädigt.
| Stellung | Was passiert | Wann |
|---|---|---|
| Filtern | Wasser von oben durch den Sand, gefiltert zurück ins Becken | Normalbetrieb |
| Rückspülen | Wasser von unten durch den Sand, Schmutz in den Kanal | bei zu hohem Vordruck |
| Nachspülen | Sandbett setzt sich, Trübwasser in den Kanal | direkt nach dem Rückspülen |
| Zirkulieren | Wasser am Filter vorbei zurück ins Becken | Dosieren ohne Filtration |
| Entleeren | Wasser direkt in den Kanal, am Filter vorbei | Becken absenken/leeren |
| Geschlossen | kein Durchfluss | Wartung, Pumpe aus |
| Wintern | Ventil entspannt, Dichtung entlastet | Überwinterung |
Rückspülen ist die wichtigste Routine-Aufgabe: Steigt der Vordruck am Manometer um etwa 0,3 bis 0,5 bar über den Sauberwert, rund 1 bis 2 Mal pro Woche, wird rückgespült, bis das Schauglas klares Wasser zeigt. Anschließend kurz nachspülen, damit sich das aufgewirbelte Sandbett wieder setzt.
Filtersand, Körnung und Auslegung
Als Filtermedium dient gewaschener Quarzsand mit einer Körnung von 0,4 bis 0,8 mm. Größere Anlagen arbeiten oft mit zwei Schichten (gröbere Stützschicht unten, feinere Filterschicht oben). Der Sand sollte etwa alle 3 bis 5 Jahre gewechselt werden, da die Körner mit der Zeit rund geschliffen werden und die Filterwirkung nachlässt. Alternativ kommen Filterglas oder Filterballs zum Einsatz, die feiner filtern und länger halten.
Die Anlagengröße richtet sich nach dem Beckenvolumen: Das gesamte Wasser sollte alle 4 bis 6 Stunden einmal umgewälzt werden. Grobe Richtwerte für die Auslegung privater Becken:
| Behälter-Durchmesser | Pumpenleistung (ca.) | Sandfüllung (ca.) | geeignet bis Beckenvolumen |
|---|---|---|---|
| Ø 400 mm | 6 m³/h | 25 kg | bis ca. 30 m³ |
| Ø 500 mm | 9 bis 10 m³/h | 75 kg | bis ca. 50 m³ |
| Ø 600 mm | 12 bis 14 m³/h | 120 kg | bis ca. 80 m³ |
| Ø 750 mm | 18 bis 22 m³/h | 210 kg | bis ca. 120 m³ |
Eine genaue Auslegung mit Berücksichtigung von Rohrquerschnitten und Förderhöhe finden Sie unter Filteranlagen-Systeme. Welche konkrete Anlage zu Ihrem Pool passt, klären wir gerne in einer persönlichen Beratung.
Fragen & Antworten: Filterkessel & Filteranlagen
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Was findet man in der Kategorie Filterkessel & Filteranlagen?
In der Kategorie Filterkessel & Filteranlagen finden Sie Filtertechnik und Zubehör für Filterkessel & Filteranlagen. Filterkessel & Filteranlagen: Für einfache Reinigung und sauberes Poolwasser. -
Welche Technik ist bei Filterkessel & Filteranlagen wichtig?
Bei Filterkessel & Filteranlagen kommt es vor allem auf die passende technische Auslegung an. Entscheidend sind Leistung, Anschlussmaße, Energiebedarf und die Abstimmung mit den übrigen Pool- oder Haustechnik-Komponenten. -
Welche Filtertechnik wird bei Filterkessel & Filteranlagen eingesetzt?
Im Einsatz als Sandfilteranlage benötigen Sie eine Filterpumpe mit der eine Filtergeschwindigkeit von 50m/h/m² Filterfläche nicht überschritten wird. -
Welche Beckenarten umfasst Filterkessel & Filteranlagen?
Der konstruktive Aufbau setzt sich im Einzelnen aus einem Behälter aus Kunststoff ( PP, PE, GFK) oder Edelstahl, einem Wasserverteiler und einem Filterkreuz oder Düsenboden ( öffentlicher Bereich ).