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Edelstahlfilteranlage
Filteranlagen aus Edelstahl gehören zu den Sandfilteranlagen und vereinen das bewährte Funktionsprinzip der Sandfiltration mit einem besonders hochwertigen und langlebigen Behältermaterial. Statt eines Kunststoffbehälters kommt hier ein Behälter aus nichtrostendem Edelstahl zum Einsatz, der mit seiner Robustheit, seiner edlen Optik und seiner hohen Beständigkeit überzeugt. Damit sind Edelstahlfilteranlagen eine attraktive Wahl für anspruchsvolle private Schwimmbäder und für sichtbar aufgestellte Technik.
Der Aufbau folgt dem klassischen Prinzip des Sandfilters: Das Beckenwasser wird durch ein Filterbett geleitet, in dem Schwebstoffe, Trübstoffe und Schmutzpartikel mechanisch zurückgehalten werden. Entscheidend für die Eignung im Schwimmbad ist dabei die Wahl des richtigen Edelstahls, denn das Material muss dem chlorhaltigen und ozonbelasteten Wasser dauerhaft standhalten. Genau hier liegt der wesentliche Unterschied zwischen den verfügbaren Edelstahlsorten.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie der Edelstahlfilter als Sandfilteranlage arbeitet, warum für den Schwimmbadeinsatz der Werkstoff V4A verwendet wird, wo die Grenzen dieses Materials liegen und worauf bei Filterbett, Durchströmung und Auslegung der Anlage zu achten ist.
Edelstahlfilter als Sandfilteranlage
Der Sandfilter ist die am häufigsten eingesetzte Filtrationsart im privaten und halböffentlichen Schwimmbad, und die Edelstahlausführung ist eine ihrer hochwertigsten Varianten. Im Betrieb wird das Wasser von oben in den Filterbehälter gepumpt und durchströmt ein Filterbett von oben nach unten. Die im Wasser enthaltenen Partikel bleiben im Filterbett hängen, das gereinigte Wasser verlässt den Behälter unten über die Filtersiebe und gelangt zurück ins Becken. So sorgt die Filteranlage gemeinsam mit der Umwälzpumpe für klares, hygienisch einwandfreies Wasser.
Wichtig ist das Zusammenspiel von Filtration und Desinfektion. Die Filteranlage wirkt rein mechanisch und hält Trübstoffe zurück, ersetzt aber nicht die chemische Wasserpflege. Umgekehrt kann auch die beste Chlordosierung ein trübes Wasser nicht klären, wenn die Filtration nicht funktioniert. Beide Komponenten gehören untrennbar zusammen. Der Edelstahlbehälter selbst bringt dabei keinen anderen Filtereffekt als ein Kunststoffbehälter, punktet aber mit seiner Materialqualität, seiner Formstabilität und seiner langen Lebensdauer.
Werkstoff V4A: nichtrostender Edelstahl für das Schwimmbad
Als Metallwerkstoff wird im privaten Schwimmbadbereich bei Filterbehältern das nichtrostende Edelstahl V4A verwendet. Dieser Chromnickelstahl ist bis zu einem Chloridgehalt von etwa 500 Milligramm pro Liter beständig und damit für normales Schwimmbadwasser in der Regel ausreichend. Das früher häufig verwendete Edelstahl V2A ist hingegen nur bis etwa 50 Milligramm pro Liter chloridbeständig und für den dauerhaften Einsatz im chlorhaltigen Beckenwasser deshalb deutlich weniger geeignet.
Der Grund für diesen großen Unterschied liegt in der Legierung. V4A enthält den Zusatz Molybdän, der die Beständigkeit gegen den Angriff von Chloridionen erheblich erhöht und das Material vor Lochfraß und Spaltkorrosion schützt. In hochwertiger Ausführung kommt dabei der Werkstoff 1.4571 zum Einsatz, ein titanstabilisierter Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl, der international als AISI 316 Ti bekannt ist. Die Titanstabilisierung schützt zusätzlich die Schweißnähte vor interkristalliner Korrosion. Eine dünne, sich selbst erneuernde Chromoxid-Schicht, die sogenannte Passivschicht, macht den Stahl an der Oberfläche dauerhaft widerstandsfähig.
Die materialbezogenen Stärken von V4A liegen außerdem in der sehr hohen Temperatur- und Ozonbeständigkeit. Gerade dort, wo das Wasser mit Ozon behandelt wird oder höhere Temperaturen auftreten, spielt der Edelstahlbehälter seine Vorteile aus. Während Kunststoffbehälter unter UV-Einfluss und über die Jahre verspröden können, bleibt ein V4A-Behälter formstabil und behält seine hochwertige Optik. Das macht ihn besonders interessant, wenn die Filteranlage in einem sichtbaren Technikbereich aufgestellt wird.
Der Filterbehälter im Bild
Edelstahl-Filterbehälter V4A
Wo V4A nicht geeignet ist
So vielseitig der Werkstoff ist, er hat klare Grenzen, die für eine seriöse Beratung wichtig sind. Bei Wässern mit sehr hohem Chloridgehalt, wie sie bei Sole oder bei meerwasservergleichbaren Anwendungen vorkommen, ist auch der Chromnickelstahl V4A nicht geeignet. Hier wird der Chloridgrenzwert deutlich überschritten, sodass es trotz der hohen Beständigkeit des Materials zu Korrosion kommen kann. Für solche Anwendungen sind andere Werkstoffe oder andere Filtersysteme erforderlich.
Ebenso ist V4A nicht für den Einsatz mit Kohlefiltermaterial geeignet, da auch hier Korrosionsprobleme auftreten. Wer also eine Aktivkohlestufe einsetzen möchte, sollte dies bei der Materialwahl des Behälters berücksichtigen. Diese Einschränkungen bedeuten nicht, dass V4A ein schlechtes Material wäre, im Gegenteil. Sie zeigen lediglich, dass die Wahl des Filterbehälters immer zur konkreten Wasserqualität und zur geplanten Aufbereitungstechnik passen muss. Wir prüfen das im Rahmen der Beratung und empfehlen die passende Lösung für Ihren Anwendungsfall.
Filterbett, Durchströmung und Rückspülung
Die Filterleistung einer Sandfilteranlage hängt wesentlich vom Filtermedium ab. Klassischer Filtersand mit einer Körnung von 0,4 bis 0,8 Millimetern erreicht eine Filterfeinheit von etwa 30 bis 50 Mikrometern. Feineres und leistungsfähigeres Filterglas mit einer Körnung von 0,5 bis 1,0 Millimetern filtert bis in den Bereich von rund 15 bis 30 Mikrometern und benötigt zugleich weniger Rückspülwasser. Für die Durchströmung gilt eine Obergrenze: Bei Sandfiltern sind nach DIN 19643 maximal 30 Meter pro Stunde zulässig, bei Filterglas bis zu 40 Meter pro Stunde. Wird diese Geschwindigkeit überschritten, sinkt die Filterwirkung spürbar.
Im laufenden Betrieb setzt sich das Filterbett allmählich mit den zurückgehaltenen Partikeln zu, wodurch der Druck im Behälter steigt. Spätestens wenn der Filterdruck deutlich über dem Ausgangswert liegt, muss rückgespült werden. Dabei kehrt sich die Strömungsrichtung um, der gelöste Schmutz wird ausgespült und abgeleitet. Eine Rückspülung dauert typischerweise zwei bis drei Minuten, gefolgt von etwa einer Minute Nachspülen, und ist je nach Badebelastung etwa alle ein bis zwei Wochen fällig. Der Edelstahlbehälter ist für diesen wiederkehrenden Druckwechsel bestens geeignet, da er hohe Festigkeit mit guter Beständigkeit verbindet.
Richtige Auslegung der Anlage
Damit die Filteranlage ihre Aufgabe erfüllt, müssen Pumpe, Filterbehälter und Rückspülventil in ihrer Größe aufeinander abgestimmt sein. Die erforderliche Umwälzleistung ergibt sich aus dem Beckenvolumen geteilt durch die gewünschte Umwälzzeit. Für ein privates Schwimmbad empfiehlt sich eine Umwälzzeit im Bereich von vier bis acht Stunden, wobei sich in der Praxis ein Richtwert von etwa sechs Stunden bewährt hat. Aus dieser Umwälzleistung und der zulässigen Durchströmungsgeschwindigkeit lässt sich die passende Behältergröße ableiten.
Ein zu klein gewählter Filter wird mit zu hoher Geschwindigkeit durchströmt und filtert schlechter, ein passend dimensionierter Filter arbeitet effizient und muss seltener rückgespült werden. Bei der Auswahl der Edelstahlfilteranlage betrachten wir deshalb das Becken, die vorgesehene Pumpe und die gewünschte Wasserqualität gemeinsam. So erhalten Sie eine Anlage, deren Komponenten optimal zusammenpassen und die über viele Jahre zuverlässig für klares Wasser sorgt.
Ihr Vorteil mit der Edelstahlfilteranlage
Eine Edelstahlfilteranlage verbindet die bewährte Technik der Sandfiltration mit den Vorzügen eines hochwertigen Behältermaterials. Sie erhalten einen Filter, der robust, temperatur- und ozonbeständig und über viele Jahre formstabil ist und der zugleich optisch überzeugt. Gerade in einem repräsentativen Technikraum oder bei sichtbarer Aufstellung ist der glänzende Edelstahlbehälter ein echter Hingucker, der die Wertigkeit der gesamten Anlage unterstreicht.
Bei FKB beraten wir Sie persönlich, ob eine Edelstahlfilteranlage für Ihr Becken und Ihre Wasserqualität die richtige Wahl ist, und legen die Anlage passend zu Pumpe und Beckenvolumen aus. Dabei berücksichtigen wir auch die Grenzen des Werkstoffs, etwa bei Sole- oder Meerwasseranwendungen, und empfehlen in jedem Fall die technisch sinnvollste Lösung. Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine hochwertige Filteranlage für Ihr Schwimmbad planen.
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Fragen & Antworten: Edelstahlfilteranlagen VA
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Was findet man in der Kategorie Edelstahlfilteranlagen VA?
In der Kategorie Edelstahlfilteranlagen VA finden Sie Filtertechnik und Zubehör für Edelstahlfilteranlagen VA. V4A-Edelstahlfilter: Korrosionsbeständig, ideal für Schwimmbäder, ozon- & temperaturresistent. -
Welche Technik ist bei Edelstahlfilteranlagen VA wichtig?
Bei Edelstahlfilteranlagen VA kommt es vor allem auf die passende technische Auslegung an. Entscheidend sind Leistung, Anschlussmaße, Energiebedarf und die Abstimmung mit den übrigen Pool- oder Haustechnik-Komponenten. -
Wie wird die Wasserqualität bei Edelstahlfilteranlagen VA sichergestellt?
500 mg/l Chloridgehalt beständig und daher für normales Schwimmbadwasser i.d.R. -
Für wen ist Edelstahlfilteranlagen VA besonders interessant?
Geeignet ist Edelstahlfilteranlagen VA besonders für Poolbesitzer mit Bedarf an passender Filtertechnik. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Platzangebot, technischer Ausstattung und Budget ab.