-
Infoportal
- Schwimmbecken
- Einbauteile
- Wasseraufbereitung
- Pumpen
- Folienauskleidung
- Schwimmbadheizung
- Schwimmbadüberdachung
- Schwimmbadabdeckung
- Schwimmbadreinigung
- Beckenrandsteine
- Luftentfeuchter
- LED-Poolbeleuchtung
- Fittinge + Verrohrung
- Attraktionen + Gegenstromanlagen
- 3D-Visualisierung
- Zertifikate + Qualifikationen
- Tipps und Wichtiges
- Schwimmhalle
Clear Pro StaRite — feinste Filtration im klassischen Sandfilterkessel
Die Pentair StaRite Filteranlage in der Clear Pro-Ausführung kombiniert die robuste, wartungsarme Bauweise eines klassischen Sandfilters mit einer deutlich feineren Filtrationsleistung. Während herkömmliche Sandfilter Schwebstoffe bis etwa 30–50 µm zurückhalten, erreicht die ClearPro-Technologie eine Filterfeinheit im Bereich von rund 10 µm. Damit nähert sich die Wasserqualität dem an, was bislang nur über aufwendige Kieselgur-Filteranlagen erreichbar war, bei deutlich einfacherer Bedienung.
Den Unterschied macht das spezielle Lateralen-System im Filterkessel. Statt klassischer Schlitzsiebe arbeitet Clear Pro mit porösen Sammelröhrchen, die als zusätzliche Filterbarriere wirken: feine Partikel, die das eigentliche Filterbett passieren würden, bleiben an den Mikrokanälen der Lateralen hängen. Das Ergebnis ist sichtbar kristallklares Wasser, auch in Phasen hoher Badebelastung, und gleichzeitig bleibt der Filter im Alltag ein Sandfilter: Rückspülung per Mehrwege-Ventil, kein Kieselgur-Wechsel, kein Sondermüll.
Wir bei FKB setzen die ClearPro-Variante besonders gerne dort ein, wo Pool-Besitzer hohe Wasserqualität wollen, aber den Wartungsaufwand eines Anschwemmfilters scheuen. Typisches Anwendungsfeld sind private Skimmer- und Überlaufbecken zwischen 40 und 90 m³ Volumen, Hotel-Außenbecken im niedrigen halböffentlichen Bereich sowie Pools mit gehobenem hygienischen Anspruch. Die DIN 19643 lässt sich mit Clear Pro deutlich entspannter erfüllen als mit Standard-Quarzsand, weil die Trübungswerte messbar niedriger liegen.
Diese Übersicht erklärt die Technik hinter Clear Pro, die richtige Auslegung der Anlage nach Beckenvolumen und Umwälzzeit, das Zusammenspiel mit Filtermedium, Pumpe und Rückspülventil und unsere Praxisempfehlungen aus dem FKB-Servicebereich.
Wie die ClearPro-Technologie technisch funktioniert
Im Aufbau ist eine Clear Pro StaRite Filteranlage zunächst ein klassischer Druckkessel: Filterbehälter aus glasfaserverstärktem Polyester oder schlagfestem Polymer, oben das Mehrwege-Ventil (Filtern · Rückspülen · Nachspülen · Entleeren · Zirkulieren · Geschlossen), darunter das Filterbett aus Quarzsand 0,4–0,8 mm oder, nach FKB-Empfehlung, Filterglas 0,5–1,0 mm. Bis hierhin unterscheidet sich Clear Pro nicht von einem hochwertigen Standard-Sandfilter wie etwa Triton II oder anderen Premium-Kesseln.
Der entscheidende Unterschied sitzt am Kesselboden. Statt der üblichen Spalt-Lateralen baut Pentair in der Clear Pro-Ausführung Sammelröhrchen mit porösen Mikrokanälen ein. Diese Lateralen wirken im Filterbetrieb wie eine zweite, sehr feine Filterstufe: Wasser, das durch das eigentliche Sand- oder Glasbett gereinigt wurde, muss anschließend noch durch die Mikrokanäle der Lateralen, und dort werden Partikel zurückgehalten, die ein klassisches Schlitzlateralen-Bett passieren würden. Effektiv arbeitet Clear Pro damit als zweistufige Filtration in einem Kessel.
Praktisch heißt das: Die Wasserwerte sehen messbar anders aus. Trübungsmessungen bei vergleichbaren Privatpools liegen mit Clear Pro typisch um 30–50 Prozent niedriger als mit Standard-Sandfilter bei identischem Pumpensetting. Optisch wirkt das Wasser tiefer, klarer und „glasiger". Wer einmal nebeneinander einen klassisch befüllten Kessel und Clear Pro über mehrere Wochen vergleicht, möchte in der Regel nicht zurück.
Wichtig dabei: Clear Pro ersetzt die Desinfektion nicht. Die feinere mechanische Filtration entlastet Chlor und Sauerstoff messbar, weil weniger organische Partikel in der Wasserphase verbleiben. Freies Chlor bzw. Aktivsauerstoff sind weiterhin Pflicht nach DIN 19643 Teil 1. Wer den Filter zu lange ohne Desinfektion laufen lässt, bekommt biofilmige Probleme im Filterbett, die auch Clear Pro nicht abfängt.
Auslegung nach Beckenvolumen und Umwälzzeit
Die Filterleistung einer Clear Pro StaRite Anlage muss zum Beckenvolumen passen. Maßgeblich ist die DIN 19643 Teil 1 mit der Grundformel Mindestumwälzleistung Q [m³/h] gleich Beckenvolumen V [m³] geteilt durch Umwälzzeit T [h]. Für ein typisches Privatschwimmbad rechnet die FKB-Planung mit einer Umwälzzeit von 6 Stunden, halböffentliche Pools (Hotel, Ferienanlage) mit 4 Stunden, öffentliche Bäder mit 2–4 Stunden je nach Beckentyp.
Ein konkretes Beispiel: Skimmerbecken 8,0 × 3,5 × 1,50 Meter, Füllgrad 0,85 ergibt ein Wasservolumen von rund 35,7 m³. Bei FKB-Empfehlung von 6 Stunden Umwälzzeit folgt eine Mindestpumpenleistung von 35,7 geteilt durch 6 gleich rund 6,0 m³/h. In der Praxis dimensionieren wir mit Reserve auf 7,5 bis 8,0 m³/h, um Druckverluste in den Rohrleitungen, in den Wärmetauscher-Bypässen und an der Dosierstation aufzufangen.
An diesen Volumenstrom muss der Filterkessel passen. Die zulässige Durchströmungsgeschwindigkeit im Filterbett ist nach DIN 19643 auf maximal 30 m/h bei Quarzsand und maximal 40 m/h bei Filterglas begrenzt. Für unser Beispiel mit 7,5 m³/h und einem Kessel mit 600 mm Innendurchmesser (Querschnittsfläche rund 0,283 m²) errechnet sich eine Durchströmungsgeschwindigkeit von etwa 26,5 m/h, noch innerhalb der Norm, und Clear Pro spielt seine Stärken besonders in diesem mittleren Strömungsbereich aus.
Bei größeren Becken (60–90 m³) verwenden wir entsprechend größere Kessel, typischerweise mit 700 mm Innendurchmesser, oder bauen die Filtration zweistraßig auf, sodass eine Straße bei Teillast komplett abgeschaltet werden kann. Letzteres reduziert die Energiekosten im Winterbetrieb erheblich, ohne dass die Filtrationsqualität leidet.
Filtermedium, Mehrwege-Ventil und Rückspülverhalten
Filtermedium
Im Clear Pro-Kessel arbeiten sowohl Quarzsand 0,4–0,8 mm als auch Filterglas 0,5–1,0 mm. FKB-Standardempfehlung ist Filterglas, weil es leistungsfähiger ist (feinere effektive Filterung, weniger Rückspülverluste) und über sechs bis acht Jahre weniger an Wirkung verliert als klassischer Quarzsand. Aktivkohle kann als oberste Schicht ergänzt werden, wenn organische Geruchsstoffe oder Schwimmcreme-Reste ein Thema sind.
Mehrwege-Ventil
Top-Mount-Ausführung mit sechs Stellungen ist Standard: Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Geschlossen, Zirkulieren, Entleeren. Für automatische Rückspülung lässt sich das Ventil über eine OSF MRD-3-Steuerung motorisieren. Wir empfehlen das für Pools, die durchgehend bewohnt sind oder regelmäßig ohne anwesenden Betreiber laufen.
Die Rückspülfrequenz liegt im Privatpool typischerweise bei ein- bis zweimal pro Woche und richtet sich nach dem Manometer-Druck am Kesseleingang. Faustregel: sobald der Druck 0,3 bis 0,5 bar über dem sauberen Ausgangsdruck liegt, ist eine Rückspülung fällig. Pentair empfiehlt eine Rückspüldauer von zwei bis drei Minuten, gefolgt von rund einer Minute Nachspülen. Pro Zyklus fallen je nach Pumpengröße 200 bis 400 Liter Rückspülwasser an, die entweder über die Hausentwässerung oder über einen Sickerschacht abgeleitet werden.
Ein praktischer Vorteil von Clear Pro: Weil die porösen Lateralen einen Teil der Filtrationsarbeit übernehmen, läuft das eigentliche Filterbett gleichmäßiger und ist deutlich weniger anfällig für Kanalbildung im Sand. Die Wartungsintervalle für den Mediumtausch verlängern sich in der Praxis von typisch fünf auf sieben bis acht Jahre, vorausgesetzt, die wöchentliche Rückspülung wird konsequent durchgeführt.
Zusammenspiel mit Pumpe, Steuerung und Dosierung
Clear Pro entfaltet seine Wirkung am besten in Kombination mit einer drehzahlgeregelten Filterpumpe. Wir setzen bei FKB praktisch ausschließlich auf EC-Motor-Pumpen (zum Beispiel BWT i-Star II oder Pentair IntelliPro VSF), die je nach Tageszeit zwischen Grundlast (rund 1,5–2,0 m³/h, nahezu lautlos) und Hochbetrieb (Nennleistung) wechseln. Die mittlere Energieeinsparung gegenüber einer Festdrehzahl-Pumpe liegt bei 50 bis 70 Prozent über das Betriebsjahr, und damit höher als die Investitionsmehrkosten in zwei bis vier Jahren amortisiert.
Die Rückspülautomatik wird über eine zentrale Steuerung wie OSF MRD-3 oder Pool-Control gefahren. Die Steuerung erfasst den Filterdruck über einen Differenzdruck-Sensor, löst nach Schwellwert die Rückspülung aus und protokolliert den Verbrauch. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn der Pool über eine größere Distanz vom Hauptwohnsitz betrieben wird oder im Mietobjekt steht.
Die nachgeschaltete Dosierstation für pH und Chlor (oder Aktivsauerstoff) profitiert von Clear Pro doppelt: die feinere Filtration nimmt der Desinfektion organische Last ab, die Sonden bleiben länger genau, der Chemikalienverbrauch sinkt im Jahresmittel um zehn bis zwanzig Prozent gegenüber einer vergleichbaren Sandfilter-Anlage. Wer eine Salzelektrolyse einsetzt, reduziert damit auch die thermische Belastung der Zelle und verlängert deren Standzeit.
Praxis-Empfehlungen aus dem FKB-Service
Aus der Erfahrung der FKB-Servicekollegen lassen sich einige verlässliche Daumenregeln formulieren. Erstens: Clear Pro lohnt sich besonders bei Skimmer- und Überlaufbecken mit gemischter Nutzung (Familie plus Gäste), weil die Trübungswerte messbar stabiler bleiben, kein klassischer „Mittwoch-Wassertest-Frust" mehr nach langem Sonnenwochenende. Zweitens: bei sehr kleinen Becken bis 20 m³ ist der Mehrwert begrenzt, hier reicht oft ein Standard-Sandfilter oder eine Kartuschenlösung. Drittens: bei Pools über 100 m³ empfiehlt sich die Auslegung über zwei parallele Clear Pro-Straßen statt einer überdimensionierten Einzelanlage.
Ein häufiger Wartungsfehler in der Praxis: zu kurzes Nachspülen nach der Rückspülung. Wer nur 15 Sekunden nachspült, bekommt im ersten Filterzyklus trübes Wasser ins Becken zurückgespült, weil die Sandwolke noch nicht aus dem Kessel verdrängt ist. Mindestens eine Minute Nachspülen ist Pflicht, bei Filterglas darf es auch etwas länger sein, weil das Material leichter ist und länger nachschwebt.
Zweite häufige Fehlerquelle: Mediumtausch zu spät. Auch wenn Clear Pro durch die Lateralen länger hält, lässt sich die Filtrationsqualität nach acht bis zehn Jahren nicht mehr garantieren. Das Sand- bzw. Glasbett verklumpt zunehmend, die Strömung kanalisiert. Wer dann auf neues Filterglas wechselt, hat sofort wieder die volle Performance. Der Tausch dauert bei einem 600er-Kessel rund zwei Stunden Servicezeit und ist im FKB-Wartungsvertrag enthalten.
Drittens, und das ist Pentair-spezifisch: die Top-Mount-Mehrwegeventile haben eine Sterndichtung, die nach rund fünf bis sieben Jahren ersetzt werden sollte. Ein leichtes „Tröpfeln" am Rückspülausgang im Filterbetrieb ist das typische Frühwarnsignal. Bei FKB tauschen wir die Dichtung dann im Rahmen der Jahreswartung mit aus. Das ist eine kleine Position, verhindert aber ungeplante Wasserverluste über das ganze Jahr.
Einordnung im FKB-Sortiment
Clear Pro ist eine von mehreren Filtervarianten, die FKB führt. Die Auswahl hängt am Beckentyp, am Anspruch an die Wasserqualität und am Wartungsverhalten des Betreibers. Wer den direkten Vergleich sucht, findet auf den verwandten Infoportal-Seiten die jeweils technischen Hintergründe zu klassischem Sandfilter, Kieselgur-Filtration und der eher kleinformatigen Kartuschen-Lösung. In der Auslegung ist die Übersichtsseite zu Filteranlagen das zentrale Werkzeug, und für die Frage nach dem richtigen Filtermedium hilft die Seite zu Sand und Filterglas weiter.
Wer ohnehin mit einer hochwertigen Filtrationsstrategie plant, sollte gemeinsam mit dem FKB-Serviceteam auch über Hochschichtfilter und DIN-Filterbehälter nachdenken; beides Optionen für ambitionierte Privatpools und halböffentliche Anwendungen, bei denen DIN-Konformität dokumentiert werden muss.
Fragen & Antworten: Clear Pro Starite
-
Was findet man in der Kategorie Clear Pro Starite?
In der Kategorie Clear Pro Starite finden Sie passende Produkte und Zubehör für den jeweiligen Einsatzbereich. Clear Pro filtert feiner als Sandfilter – für kristallklares Schwimmbadwasser. -
Welche Vorteile bietet Clear Pro Starite?
Der Nutzen von Clear Pro Starite liegt vor allem darin, eine passende Lösung für Einsatzbereich, Technik und vorhandene Anlage auswählen zu können. So lassen sich Funktion, Bedienkomfort und langfristige Zuverlässigkeit verbessern. -
Welche Filtertechnik wird bei Clear Pro Starite eingesetzt?
viermal feiner als bei herkömmlichen Sandfiltern (rund 10?m ggü. -
Welche Hersteller oder Produktlinien findet man bei Clear Pro Starite?
In der Kategorie Clear Pro Starite finden sich je nach Untergruppe verschiedene Hersteller, Serien und Qualitätsstufen. Wichtig ist vor allem, dass die Technik zur Beckengröße, Verrohrung und geplanten Nutzung passt.